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Leonore Gewessler (links) mit Amtskolleginnen aus der Schweiz und Italien Leonore Gewessler (links) mit Amtskolleginnen aus der Schweiz und Italien  (ANSA)

Österreich: Kirche lobt Aufstockung der Klimafinanzierung

Die von der Bundesregierung in Wien angekündigten zusätzlichen Mittel für den Klimafonds der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen („Green Climate Fund“) hat erfreute Reaktionen bei der bischöflichen Stelle für Umweltfragen hervorgerufen.

Die nun bestätigte, schon zuvor auch von der Kirche eingeforderte und fachlich begleitete Aufstockung „auf einen der Wirtschaftsstärke entsprechenden Beitrag“ sei ein „gutes Zeichen, dass Österreich der Green Climate Fund wichtig ist und als Mitglied in dessen Vorstand gehört werden will“. So lobte Martin Krenn, Klimaexperte bei der Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für Entwicklung und Mission (KOO), am Montag gegenüber Kathpress die Entscheidung.

Ministerin Leonore Gewessler hatte am Montag Österreichs Vervierfachung des ursprünglich versprochenen Beitrags zur internationalen Klimafinanzierung verkündet. Über die nächsten vier Jahre werde Österreich jährlich 25 Millionen Euro an den Green Climate Funds zahlen - zusätzlich zu den 2019 von der damaligen Übergangsregierung festgelegten 30 Millionen.

Sehr gute Richtlinien

KOO-Experte Krenn betonte, dass es sich beim Green Climate Fund nicht nur um „das zentrale Klimafinanzierungsinstrument der UNO“ handle, sondern dass es dank der UN-Klimaverhandlungen auch „sehr gute Richtlinien“ aufweise: Allen voran einen gleichermaßen aus Vertretern der Industrie- wie auch der Entwicklungsländer besetzten Vorstand, sowie die Vorgabe, die eine Hälfte seiner Gelder in Klimaschutz zu inverstieren und die andere Hälfte für die Anpassung an den Klimawandel zur Verfügung zu stellen.

Zugleich wies der KOO-Experte darauf hin, dass der jährliche Beitrag von 25 Millionen Euro zum Green Climate Fund nur einen kleinen Teil von Österreichs finanzieller Unterstützung für Klimamaßnahmen in Entwicklungsländern darstellt, welche zuletzt im Jahr 2018 mit insgesamt 328 Millionen Euro angegeben wurde. Weiters müsse Österreich seinen Beitrag zu Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel in Entwicklungsländern erhöhen, da dieser nur einen kleinen Teil der gesamten Unterstützung ausmache.

Die Verhandlungen zur Erhöhung des globalen Ziels für internationale Klimafinanzierung wird die Weltgemeinschaft bei der nächsten anstehenden Klimakonferenz im November 2021 - sie ist in Glasgow angesetzt - beginnen.

(kap – mg)

15 September 2020, 09:10