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Archivbild: Bedford-Strohm und Bischof Bätzing Archivbild: Bedford-Strohm und Bischof Bätzing  (ANSA)

D: Studie zur ethischen Urteilsbildung erscheint auf Englisch

Die ökumenische Studie „Gott und die Würde des Menschen“, bei der es um die ethische Urteilsbildung geht, ist jetzt erstmals in englischer Übersetzung erschienen. Verfasst hat die Studie die Dritte Bilaterale Arbeitsgruppe der Deutschen Bischofskonferenz und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD)

Wie die Deutsche Bischofskonferenz an diesem Dienstag mitteilte, wird der Text als zweiter Band der Reihe „Lutheran Theology: German Perspectives and Positions“ publiziert. Damit soll die Wahrnehmung der Studie im internationalen ökumenischen Kontext erleichtert werden. Die Leitfrage sei es gewesen, ob trotz einzelner Differenzen in ethischen Fragen ein gemeinsames Eintreten der Kirchen für Menschenwürde möglich sei. Seit 2009 beschäftigte sich die dritte Bilaterale Arbeitsgruppe von VELKD und der Deutschen Bischofskonferenz mit dem Thema.

Die Studie, die 2017 als Abschlussdokument auf Deutsch veröffentlicht wurde, erprobt neue Wege für den ökumenischen Umgang mit ethischen Fragestellungen: Mit der Methode des „differenzierten Konsenses“ werden die theologischen Gemeinsamkeiten der Kirchen in der Lehre vom Menschen und in der Ethik aufgezeigt, ohne die Unterschiede in der Bewertung einzelner Fragen zu übergehen. Diese Herangehensweise ermögliche es, theologisch fundiert gemeinsam Position zu beziehen.

Die Reihe „Lutheran Theology: German Perspectives and Positions”, die von der VELKD und dem Deutschen Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) herausgegeben wird, soll zum Austausch theologischer Literatur vor allem in den Gliedkirchen des Lutherischen Weltbundes und zur Förderung des internationalen und interkulturellen Diskurses beitragen, heißt es in der Medienmitteilung.

(pm – mg)

04 August 2020, 10:26