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Eine israelische Eskorte begleitet Erzbischof Pierbattista Pizzaballa, Apostolischer  Administrator des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem. Eine israelische Eskorte begleitet Erzbischof Pierbattista Pizzaballa, Apostolischer Administrator des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem.  (NIR ELIAS)

Nahost: Internationales Bischofstreffen nimmt Krisen in Blick

13 Bischöfe aus aller Welt wollen sich vor Ort ein Bild über die Konflikte im Nahen Osten verschaffen. Von Samstag bis Mittwoch (15.1.) versammeln sie sich zum 20. Internationalen Bischofstreffen im Heiligen Land. Aus Deutschland ist der Mainzer Weihbischof Udo Bentz dabei. Er ist Vorsitzender der Arbeitsgruppe Naher und Mittlerer Osten der Kommission Weltkirche.

Konkret soll es bei dem Bischofstreffen um die humanitäre Situation im Gazastreifen, die Lage der Palästinenser in der Jerusalemer Altstadt und den Siedlungsbau im Westjordanland gehen.  Das teilte die Deutsche Bischofskonferenz diesen Dienstag mit. Auf dem Programm steht auch ein Besuch bei Comboni-Schwestern in Bethanien: Er soll zeigen, wie sich Grenzanlagen auf das kirchliche Leben in der Region auswirken.

Die jährlichen Bischofstreffen im Heiligen Land  haben das Ziel, die Verbundenheit der Weltkirche mit den Christen im Heiligen Land zum Ausdruck zu bringen. Zudem wollen sie internationale Aufmerksamkeit für die Situation der Kirchen in der Region schaffen. Eine Verständigung zwischen Israelis und Palästinensern ist ebenso Anliegen.

Weiteres Thema: Bildung

Beim diesjährigen Treffen geht es auch um das Thema Bildung:  Hintergrund ist die Abwanderung arabischer Christen aus dem Heiligen Land und der zeitgleiche Zuzug katholischer Migranten vor allem aus dem asiatischen Raum nach Israel. Gerade Ordensgemeinschaften leisten laut der Deutschen Bischofskonferenz  im Bildungsbereich schon seit vielen Jahrzehnten einen wichtigen Beitrag.  In Kindergärten, Schulen und Universitäten übernähmen Orden eine „für den israelischen und palästinensischen Staat unverzichtbare Aufgabe“.

So läuft das Bischofstreffen ab

Das 20. Internationale Bischofstreffen beginnt mit einem Besuch der katholischen Pfarrei in Gaza und Gesprächen in christlichen Familien. In Jerusalem stehen Gespräche mit dem Apostolischen Administrator des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem, Erzbischof Pierbattista Pizzaballa, sowie weiteren Kirchenvertretern und Jugendorganisationen auf dem Programm. In Ramallah sind eine Begegnung mit Präsident Mahmoud Abbas und der Besuch einer lateinischen Schule vorgesehen.

Zum Treffen reisen dieses Jahr 13 Bischöfe aus zehn europäischen und nordamerikanischen Bischofskonferenzen ins Heilige Land.  Zudem werden Repräsentanten des Rats der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) erwartet.

Hintergrund

Das Internationale Bischofstreffen verfolgt das Ziel, Christen und Kirchen im Heiligen Land in ihrem Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Verständigung zwischen den Völkern und Religionsgemeinschaften zu stärken und die Verbindung der Weltkirche mit ihnen zu festigen. Die Bischöfe besuchen während ihres Treffens als Pilger die Heiligen Stätten im Land und feiern dort Gottesdienste. So sollen auch die Gläubigen in ihren Heimatländern zu Pilgerreisen ermutigt werden.

(dbk - sst)

07 Januar 2020, 15:10