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D: „Woche für das Leben" zur Pränataldiagnostik

Unter dem Motto „Kinderwunsch. Wunschkind. Unser Kind!" setzt sich die „Woche für das Leben" der katholischen und der evangelischen Kirche in Deutschland heuer mit der vorgeburtlichen Diagnostik auseinander.

Die seit 1994 bestehende ökumenische Aktion findet in diesem Jahr vom 14. bis 21. April statt. Eröffnet wird sie bei einem Gottesdienst mit dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und dem Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, im Dom von Trier.


Bei der Aktionswoche geht es um Aspekte der besseren medizinischen Versorgung für Mutter und Kind, aber auch um die aus Kirchensicht problematische Seite der Pränataldiagnostik. Die Untersuchungen an Föten und schwangeren Frauen zur Früherkennung von Krankheiten könnten Eltern und Ärzten die Gelegenheit eröffnen, sich optimal auf die Geburt des Neugeborenen und eine mögliche Operation im Fall einer Fehlbildung einzustellen, heißt es im Geleitwort von Bedford-Strohm und Marx. Doch die diagnostischen Möglichkeiten hätten eine Kehrseite. So könnten „Frauen und Paare gerade zu Beginn einer Schwangerschaft einem inneren oder auch äußeren Druck ausgesetzt" sein. 

Müttern und Vätern begegne zuweilen eine gesellschaftliche Mentalität, „die das neugeborene Leben nach anderen Kriterien bemisst. Etwa wenn es heißt, dass ein mit Krankheit oder Behinderung geborenes Kind 'heute nicht mehr nötig' sei."

(kap – gs)

05 April 2018, 13:50