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Christen aus Ozeanien: Westen zerstört unsere Lebensgrundlagen

Katholische Umweltaktivisten aus Ozeanien kritisieren die westlichen Industrienationen und fordern mehr Rücksicht auf die vom Klimawandel besonders betroffenen Länder.

Die Präsidentin des katholischen Frauenverbandes auf der Inselgruppe Bougainville, Helena Hakena, verwies am Wochenende vor allem auf den Abbau von Kupfer, Lithium, Nickel und seltenen Erden in Papua-Neuguinea, die für neue Technologien der Energiewende in der westlichen Welt gebraucht würden.

„Dieser Abbau führt in meiner Heimat zu Zerstörungen der Umwelt und traditionellen Lebensweise der Menschen“, sagte sie in einer vom deutschen katholischen Hilfswerk „missio Aachen“ veröffentlichten Mitteilung. Denn der Erlös komme nicht bei den einfachen Menschen an: „Damit wird nur der Wohlstand von einigen Unternehmen und Politikern gesichert. Wir brauchen aber einen gerechten Wohlstand für alle.“

Enttäuscht von Weltklimagipfel

Die missio-Partnerin aus Papua-Neuguinea äußerte sich zudem enttäuscht nach ihrer Rückkehr vom Weltklimagipfel in Dubai: „Unsere Stimmen wurden nicht gehört.“ Die Menschen im Süden hätten kaum Anteil an den Ursachen des Klimawandels, verbrauchten auch kaum Strom, doch sie „leiden am meisten unter der Gier und dem Verbraucherverhalten des größten Teils der Welt“.

Konkret berichtete sie davon, dass in ihrer Heimat erste Klimaflüchtlinge bereits umgesiedelt werden müssten wegen des steigenden Meeresspiegels. Dabei würden neben der Natur auch soziale Gemeinschaften und kulturelles Erbe zerstört.

(kap/kna - cs)

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17. Dezember 2023, 10:33