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Im ostukrainischen Charkiw Im ostukrainischen Charkiw  

Ukraine: Bischof berichtet von gezieltem Beschuss von Schulen

Im ostukrainischen Charkiw werden Schulen, Kindergärten und andere zivile Einrichtungen nach Auskunft eines örtlichen Kirchenmanns gezielt mit Raketen beschossen.

„Wer immer noch der Vorstellung anhängt, dass Russland nur militärische Einrichtungen bombardiert, macht sich etwas vor", heißt es in einem Brief des römisch-katholischen Bischofs Pavlo Honcharuk an das internationale katholische Hilfswerk „Kirche in Not". Viele Kinder befänden sich immer noch in der Stadt und seien in Luftschutzkellern untergebracht. Sie lebten in einer Parallelwelt und könnten oft nicht begreifen, was um sie herum geschehe.

Charkiw ist die zweitgrößte Stadt der Ukraine und liegt etwa 20 Kilometer von der Front entfernt. Bisher sind laut Honcharuk, der die Diözese Charkiw-Saporischschja leitet, mindestens 20 Schulen zerstört worden.

Der Bischof würdigte in dem Schreiben die Zusammenarbeit der Kirchen, vor allem mit der von Russland unabhängigen Orthodoxen Kirche der Ukraine. Auch gebe es Kontakte zur evangelischen Kirche und zur Jüdischen Gemeinde, um die Hilfsarbeit zu koordinieren. Die hohe Einsatzbereitschaft der Menschen sei ein Glaubenszeugnis: „Ein gläubiger Mensch hilft als Dienender, weil er weiß, an wen er glaubt und warum er hilft. Diese Haltung ist ein Licht für Menschen, die Gott nicht kennen."

(kap – gs)

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29. August 2022, 13:14