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Rohingya erinnern in Cox's Bazar an den fünften Jahrestag der gewaltsamen und massiven Vertreibungen aus Myanmar Rohingya erinnern in Cox's Bazar an den fünften Jahrestag der gewaltsamen und massiven Vertreibungen aus Myanmar 

Helfer besorgt über Hygiene in Rohingya-Flüchtlingslagern

Ärzte ohne Grenzen (MSF) hat auf schlechte hygienische Bedingungen in Rohingya-Flüchtlingslagern in Bangladesch aufmerksam gemacht. Die Zustände im Distrikt Cox's Bazar seien alarmierend, teilte die Hilfsorganisation am Donnerstag in Berlin mit. An diesem Donnerstag jährt sich der Beginn der Massenvertreibung der ethnischen Minderheit durch die birmanische Armee zum fünften Mal.

88 Prozent der Menschen hätten einer Befragung zufolge keinen ausreichenden Zugang zu Wasser und geeigneten sanitären Einrichtungen. Rund drei Viertel der Befragten gaben an, überlaufende Toiletten benutzen zu müssen.

Die Verbreitung von Hautinfektionen, Durchfallerkrankungen oder Virusinfektionen wie dem Dengue-Fieber sei durch diese hygienischen Zustände gefördert worden, so Ärzte ohne Grenzen. Im Krankenhaus des Lagers Kutupalong seien beispielsweise allein in den ersten drei Monaten des Jahres 2022 so viele Patienten mit Hauterkrankungen behandelt worden wie im gesamten vergangenen Jahr.

Das Leben in überfüllten Lagern wirke sich auch auf die psychische Gesundheit aus: „Es ist eine große Herausforderung für die mentale Gesundheit der Menschen, zu sehen, dass sich ihre Lage auch fünf Jahre nach ihrer Flucht nicht verbessert hat“, sagte die medizinische MSF-Teamleiterin Heidi Anguria.

Fünfter Jahrestag der massiven Vertreibungen

Am 25. August 2017 begann die Armee von Myanmar mit der gewaltsamen Vertreibung von rund 700.000 muslimischen Rohingya aus dem Bundesstaat Rakhine. Zusammen mit den Rohingya, die in den Jahrzehnten zuvor vertrieben wurden, leben in Cox's Bazar rund eine Million Flüchtlinge. Sie verteilen sich auf 31 Siedlungen, die zusammen als das größte Flüchtlingslager der Welt bezeichnet werden. Für ihr Überleben sind die Rohingya vollständig auf humanitäre Hilfe angewiesen. Papst Franziskus hatte bei seiner Generalaudienz an diesem Mittwoch erneut auf das Schicksal der Vertriebenen hingewiesen.

(kna/vatican news - cs)

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25. August 2022, 13:57