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Tote Fische in der Oder Tote Fische in der Oder 

Deutsche und polnische Kirchen mahnen Umweltschutz an Oder an

Mit Blick auf das Fischsterben in der Oder haben deutsche und polnische Kirchen zu mehr Umweltschutz aufgerufen. In dem Fluss sind in den vergangenen Tagen an die 200 Tonnen Fische verendet, Grund ist mutmaßlich eine wuchernde giftige Alge. Zwischen Deutschland und Polen kam es zu gegenseitigen Schuldzuweisungen.

„Als Kirchen östlich und westlich der Oder vereint uns das Anliegen, dass alle erforderlichen Bemühungen zur Bewahrung der natürlichen Umwelt unternommen werden", heißt es in einer am Montag unter anderem in Berlin und Breslau veröffentlichten Erklärung. Zu den Unterzeichnern gehören der katholische Berliner Bischof Heiner Koch, der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Christian Stäblein, Bischof Waldemar Pytel von der Evangelisch-Augsburgischen Diözese Breslau, die Generalsuperintendentin im Kirchensprengel Görlitz, Theresa Rinecker, sowie Bischof Tadeusz Litynski vom Bistum Zielona Gora-Gorzow.

„Wir wenden uns an alle Menschen guten Willens, um mit gemeinsamem Engagement die Wiederherstellung der Flora und Fauna in der Oder und in ihrem Naturraum zu ermöglichen“

„Wir wenden uns an alle Menschen guten Willens, um mit gemeinsamem Engagement die Wiederherstellung der Flora und Fauna in der Oder und in ihrem Naturraum zu ermöglichen", betonen die Kirchenvertreter. Notwendig sei aber auch eine gesellschaftliche und materielle Unterstützung der Bemühungen für den Fluss.

Die Oder sei „unser gemeinsamer Naturschatz“, die Bilder der toten Fische bewegten Menschen auch weit über die Region hinaus. Die Unterzeichnenden dankten allen, „die beruflich und ehrenamtlich diese schwere Aufgabe bewältigen müssen“ und versicherten ihnen ihr Gebet.

(kna – gs)

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23. August 2022, 09:59