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Proteste in den USA gegen die Todesstrafe Proteste in den USA gegen die Todesstrafe 

USA: Todesurteil in letzter Minute gestoppt

Der US-Amerikaner Julius Jones ist in letzter Minute der Todesstrafe entgangen. Der republikanische Gouverneur von Oklahoma, Kevin Stitt, wandelte sein Todesurteil nur wenige Stunden vor der geplanten Vollstreckung in lebenslange Haft um. Der Entscheidung war heftiger Protest vorausgegangen, auch von Prominenten.

Mehrere berühmte Persönlichkeiten, darunter Kim Kardashian, aber auch bekannte Basketballspieler, hatten sich für Jones eingesetzt. Eine Petition für Jones unterschrieben weltweit mehr als sechs Millionen Menschen. Jüngst demonstrierten darüber hinaus zahlreiche Studenten an der Universität von Oklahoma für eine Begnadigung.

Der 41-jährige Afroamerikaner war zum Tode verurteilt worden, weil er 1999 einen Geschäftsmann erschossen haben soll. Bis heute bestreitet er, die Tat begangen zu haben. Die TV-Dokumentation „The Last Defence" vom Fernsehsender „ABC“ hatte dem Fall 2018 große öffentliche Aufmerksamkeit beschert.

Papst Franziskus regelmäßig mit Gnadengesuchen

Immer wieder setzte sich in der Vergangenheit auch Papst Franziskus für Begnadigungen von zu Tode Verurteilten ein. Zuletzt richtete er ein solches Gnadengesuch für Ernest Johnson Ende November an den Gouverneur von Missouri. Das Urteil wurde dennoch wenige Tage später vollstreckt.

In den USA ist die Todesstrafe noch in 27 Bundesstaaten gesetzlich möglich, jedoch wird sie nicht in allen tatsächlich vollstreckt. 23 Bundesstaaten haben sie abgeschafft, zuletzt im März Virginia. Auf Bundesebene setzte Präsident Biden die Todesstrafe aus. Er kündigte an, sie auf Bundesebene ganz abschaffen zu wollen.

(la stampa - gh)

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19. November 2021, 15:32