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Vatican News
Raqqa (Syrien) an diesem Donnerstag Raqqa (Syrien) an diesem Donnerstag  (AFP or licensors)

UN: Mehr als 350.000 Zivilisten in Syrien getötet

Im Syrienkrieg sind seit dem Ausbruch vor zehn Jahren mehr als 350.000 Zivilisten getötet worden. Diese Zahl gab die Menschenrechtskommissarin der Vereinten Nationen, Michelle Bachelet, am Freitag in Genf bekannt.

Es handle sich ausschließlich um überprüfte Fälle; die tatsächliche Zahl der Getöteten liege mit Sicherheit höher. Das Büro der Menschenrechtskommissarin hatte die Ermittlung der zivilen Opfer in Syrien im Auftrag des UN-Menschenrechtsrats unternommen.

Bei der Vorstellung der Ergebnisse vor dem Gremium betonte Bachelet, in die Datensammlung eingeflossen seien nur Fälle, in denen der volle Name der getöteten Person sowie das Todesdatum und das betreffende Gouvernement bekannt seien. Unter den 350.209 dokumentierten Todesopfern sind nach den Angaben 26.727 Frauen und 27.126 Kinder.

Die meisten Menschen starben in Aleppo

Die meisten Menschen starben in Aleppo (51.731), gefolgt vom Großraum Damaskus mit 47.483 und Homs mit 40.986 Toten. „Hinter jedem verzeichneten Tod stand ein Mensch, frei geboren und gleich an Würde und Rechten“, sagte Bachelet. Das Unrecht und der Schrecken jedes dieser Schicksale müsse zum Handeln nötigen, so die Menschenrechtskommissarin.

(kna – sk)
 

25 September 2021, 11:45