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Eine Ordensfrau vor dem Kloster Mar Taqla in Maalula im Norden von Damaskus Eine Ordensfrau vor dem Kloster Mar Taqla in Maalula im Norden von Damaskus  (AFP or licensors)

Syrien: Erste katholische Fakultät will Dialog fördern

Im Herbst wird die erste katholische Fakultät in dem Krisenland ihre Studiengänge offiziell und legal beginnen können. Im Gespräch mit Radio Vatikan erläutert der Doyen der Fakultät, Archimandrit Youssef Lajin, welche Bedeutung dies für Syrien und darüber hinaus hat.

Mario Galgano – Vatikanstadt

Das Leben in Syrien sei nicht einfach, doch mit der Öffnung der ersten katholischen Fakultät in Damaskus werde ein wichtiger Beitrag zum Dialog geleistet. Die internationalen Sanktionen und die Inflation seien große Hürden. „Wir sind aber keine Politiker, sondern Männer der Kirche und wollen auf diese Weise dazu beitragen, dass es einen Dialog geben kann“, erläutert uns der Doyen Lajin. Er hat im deutschsprachigen Raum studiert, kennt Deutschland und die Schweiz. Als Mitglied der mit Rom unierten griechisch-katholische Kirche sei es ihm wichtig, das Verbindende und nicht das Trennende zu fördern. Das sei auch das Ziel des Studiums. „Auf diese Weise werden wir gutausgebildete Priester haben“, fügt er an.

Zum Nachhören - was es mit der ersten katholischen Fakultät in Syrien auf sich hat

Syriens Präsident Assad genehmigte die Fakultät durch ein Dekret im Mai 2019. Bereits zuvor gab es theologische Studiengänge, doch nun ist das Studium der katholischen Theologie nicht nur von Rom, konkret von der Bildungskongregation, sondern auch rechtlich vor Ort von der syrischen Regierung approbiert worden. Bald soll das Gebäude offiziell eingeweiht werden, damit im Herbst die ersten Studentinnen und Studenten mit ihrem Bildungsweg beginnen können.

Lajin bedankt sich im Interview mit Radio Vatikan für die großzügige Unterstützung aus dem Westen und der Christen in Europa. Er habe viele Hilfen in materieller, finanzieller und logistischer Art erhalten. Wichtig sei auch das Gebet für die Fakultät, die Studierenden und Angehörigen des Lehrkörpers sowie für die christlichen Gemeinden im Nahen Osten. Denn mit gut ausgebildeten Christen in jener Region könne man einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass die Gläubigen in den entsprechenden Heimatländern bleiben und so die Präsenz der Christen im Nahen Osten garantieren.

(vatican news)

25 August 2021, 13:15