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Vatican News
Vor der Küste des Jemen Vor der Küste des Jemen  (AFP or licensors)

Jemen: Tod vor der Küste

Beim Umkippen und Sinken ihres Schiffes sind vor der Küste des Jemen offenbar Dutzende von Migranten und Flüchtlingen ums Leben gekommen. Eine Gruppe von Fischern zog am vergangenen Wochenende in den Gewässern vor Ras al-Ara etwa 25 Leichen aus dem Wasser.

Das meldet die Nachrichtenagentur afp. Nach örtlichen Angaben sollen sich zwischen 160 und 200 Menschen auf dem Schiff befunden haben. Unter den Vermissten sind auch vier Jemeniten.

Die Gewässer vor Ras al-Ara sind etwa zwanzig Kilometer von der afrikanischen Küste entfernt; die Meerenge wird häufig von Händlern und Schmugglern benutzt, um Waren oder Personen nach Dschibuti zu bringen. Sie verbindet auch das Rote Meer mit dem Golf von Aden.

Gefährliche Route

Jedes Jahr versuchen Tausende von afrikanischen Migranten, in den Nahen Osten zu gelangen, um dort Arbeit zu finden. 2019 legten fast 140.000 Menschen die gefährliche Route zurück, zu der auch das Übersetzen von Afrika zum Jemen gehört. Die Zahl dieser Migranten ging letztes Jahr wegen der Corona-Pandemie stark zurück, steigt aber allmählich wieder.

(asianews – sk)
 

15 Juni 2021, 12:49