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Migranten auf dem Mittelmeer Migranten auf dem Mittelmeer 

Italien: Kardinalstaatssekretär leitet Gebetswache für tote Migranten

Der vatikanische Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin leitet an diesem Dienstagabend eine Gebetswache für Migranten, die auf ihrem Fluchtweg umgekommen sind. Die Andacht findet in der römischen Basilika Santa Maria in Trastevere statt, dazu eingeladen hat die Gemeinschaft Sant’Egidio.

Die Gebetswache gilt den 43.390 Menschen, die von 1990 bis heute im Mittelmeer oder auf dem Landweg nach Europa umgekommen sind, teilte die Gemeinschaft mit; nicht miteingerechnet seien dabei die Vermissten. Allein seit Juni vergangenen Jahres seien 4.071 Migranten mit dem Ziel Europa gestorben, die meisten davon auf der zentralen Mittelmeer-Route via Libyen.

Bei der Feier unter der Leitung von Kardinalstaatssekretär Parolin werden Kerzen zum Gedenken an die Vermissten angezündet. Außerdem nehmen zahlreiche Einwanderer unterschiedlicher Herkunft sowie die Familien und Freunde derjenigen teil, die ihr Leben auf See verloren haben. Die Veranstaltung findet auch im Hinblick auf den für den 20. Juni geplanten Weltflüchtlingstag statt.

Papst Franziskus hatte beim Angelus vergangenen Sonntag an das Drama von Migranten erinnert, die auf ihrem Weg sterben. ,Denken wir daran: das Mittelmeer ist zum größten Friedhof Europas geworden", sagte das Kirchenoberhaupt.

(vatican news – gs)

15 Juni 2021, 12:02