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Jesuiten-Generaloberer Arturo Sosa Jesuiten-Generaloberer Arturo Sosa 

Italien: Neue Jesuitenprovinz des südlichen Afrika gegründet

Südafrika, Namibia, Lesotho, Botswana, Eswatini (früher Swasiland), Sambia, Malawi, Mosambik und Simbabwe: das sind die Gebiete, die von nun an zur Jesuitenprovinz „Südliches Afrika“ (Sap) gehören werden. Das verkündete der Generalobere der Gesellschaft Jesu, Pater Arturo Marcelino Sosa Abascal, in einer Videobotschaft, in der er sich an seine Mitbrüder wandte.

Pater Sosa lud seine Jesuiten-Mitbrüder ein, die Herausforderungen zu analysieren, die auf den afrikanischen Kontinent zukommen. „Die Entmutigung, die in vielen Nationen vorherrscht“, sagte Pater Sosa, „sowie die aufkommenden Probleme, wie der Konflikt im Norden Mosambiks, die Umweltzerstörung in Malawi, die Zunahme der Armut durch die Covid-19-Pandemie, erfordern eine gemeinsame und mutige Antwort.“ Daher seine Aufforderung, „eine tiefere Analyse dieser Situationen zu fördern und die besten Wege nach vorne aufzuzeigen.“

Die neue Provinz, fügte er hinzu, „ist ein Traum von apostolischer Kühnheit“, um „Freiheit, Großzügigkeit und Zusammenarbeit zwischen allen Jesuitenprovinzen zu fördern, ungeachtet der sprachlichen, kulturellen und historischen Unterschiede.“ „Weder die aktuelle Covid-19-Pandemie noch die Einschränkungen, von denen weiterhin Millionen von Menschen betroffen sind, haben uns diesen Traum zerstören können“, bekräftigte Pater Sosa: „im Gegenteil, sie haben das Beste unserer Menschlichkeit zum Vorschein gebracht und zum Handeln an der Front aufgerufen“.

Das Ignatianische Jahr

Der Jesuitenobere reflektierte auch über den Weg der Vorbereitung auf das Ignatianische Jahr, das dem Gründer der Gesellschaft, dem hl. Ignatius von Loyola, gewidmet ist. Es beginnt am 20. Mai 2021, dem Tag, an dem Ignatius in der Schlacht von Pamplona verwundet wurde und seinen Weg der Bekehrung begann, und klingt am 31. Juli 2022 aus, dem liturgischen Gedenktag des Heiligen. Das für das Jahr gewählte Motto lautet: „Alles neu sehen in Christus“. „Dank der Fürsprache Mariens“, so schloss Pater Sosa, „mögen wir weiterhin bezeugen, was es heißt, Gefährten Jesu und Kinder des heiligen Ignatius zu sein“.

Die Ursprünge der neuen Jesuitenprovinz „Südliches Afrika“ gehen auf das Jahr 2011 zurück: Am 27. September vor zehn Jahren schrieb der damalige Generalobere, Pater Adolfo Nicolás, einen Brief an alle Ordensoberen, der das Dokument „Die Erneuerung der Provinzstrukturen im Dienst der universalen Mission“ begleitete. Am 6. Dezember 2014 bat Pater Nicolás dann um den Segen des Herrn für das Leben und die Sendung der Gesellschaft Jesu in der damals neuen Provinz Simbabwe-Mosambik. Im Jahr darauf, am 31. Dezember 2015, verfügte der damalige Generalobere die Übertragung der Region Südafrika von der Britischen Provinz zur Provinz Simbabwe-Mosambik. Und nun konnte dank Pater Sosas Initiative die neue Provinz Südafrika ins Leben gerufen werden, in der insgesamt 280 Jesuiten beschäftigt sind.

(vatican news – mg)

29 März 2021, 13:34