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Pater Stan Swamy auf einem früheren Bild Pater Stan Swamy auf einem früheren Bild 

Indien: Mobilisierung für Pater Swamy

Mehr als 2.500 Menschen aus Indien und anderen Nationen setzen sich für die Freilassung des indischen Jesuiten Stan Swamy ein, der wegen angeblicher Unterstützung maoistischer Rebellen in Haft sitzt.

Ein Gericht hat jüngst den Antrag auf eine Haftentlassung des Jesuiten zurückgewiesen. Etwa 2.500 Menschen, darunter Ordensleute und Akademiker, Aktivisten und Journalisten, Anwälte und Kulturschaffende, haben deshalb jetzt eine erneute Prüfung einer möglichen Freilassung gegen Kaution gefordert. Sie unterzeichneten einen entsprechenden Berufungsantrag beim Gericht von Mumbai.

Der 84-jährige Ordensmann leidet an Parkinson. Pater Swamy sei durch seine Erkrankung stark beeinträchtigt und habe auch andere gesundheitliche Beschwerden, so seine Fürsprecher. Er habe bei den Ermittlungen voll kooperiert und keine Vorgeschichte der Gewalt. Die Verweigerung einer Kaution sei vor diesem Hintergrund „menschlich kaum nachzuvollziehen“, zitiert der Fides-Dienst aus dem Antrag.

Angebliche terroristische Aktivitäten

Verhaftet wurde der Jesuitenpater im Oktober 2020 unter dem Vorwurf des Terrorismus. Er befindet sich seitdem in Haft. Die Anwälte des Jesuiten haben den Vorwurf, Swamy unterhalte Verbindungen zu Terroristen, zurückgewiesen. Die indischen Behörden sehen den Einsatz des Kirchenmannes für Menschenrechte im Bundesstaat Jharkhand als „terroristische“ Aktivität.

(fides – pr)

31 März 2021, 12:14