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Die Gräber der sieben Märtyrer von Tibhirine Die Gräber der sieben Märtyrer von Tibhirine 

Vor 25 Jahren: Entführung der Mönche von Tibhirine, Algerien

Im algerischen Bürgerkrieg entführten vor genau 25 Jahren Terroristen sieben Trappistenmönche aus ihrem Kloster. Sie wurden brutal ermordet und sind inzwischen als Märtyrer seliggesprochen.

Die Entführung geschah in der Nacht auf den 27. März 1996. Papst Johannes Paul II. nahm die Nachricht mit Schmerz und im Gebet auf. Beim darauffolgenden Angelus sprach er zum ersten Mal einen Appell für ihre Freilassung. Nach dem gewaltsamen Tod der Mönche und der Auffindung ihrer leblosen Körper am 21. Mai 1996 verwies Johannes Paul II. auf ihr „Zeugnis der Liebe“.

Der Trappistenmönch Jean Pierre Schumacher mit Papst Franziskus, Marokko
Der Trappistenmönch Jean Pierre Schumacher mit Papst Franziskus, Marokko

Christian De Chergé, Luc Dochier, Christophe Lebreton, Michel Fleury, Bruno Lemarchand, Celestin Ringeard, Paul Favre-Miville wurden am 8. Dezember 2018 in Oran in Algerien selig gesprochen. Papst Franziskus traf einen der beiden überlebenden Mönche von Tibhirine, die der Entführung und Ermordung entkamen, den 95-jährigen Pater Jean Pierre Schumacher, während seines Treffens mit Priestern und Ordensleuten in der Kathedrale St. Peter in Rabat am 31. März 2019, der vorletzten Etappe seiner Reise nach Marokko.

2010 erschien der französische Spielfilm „Von Menschen und Göttern", der das Leben und den Tod der Mönche von Tibhirine nachzeichnet. Das Werk von Xavier Beauvois erhielt unter anderem den Großen Preis der Jury in Cannes.

(vatican news - gs)

26 März 2021, 15:36