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Papst Franziskus 2019 in Rumänien Papst Franziskus 2019 in Rumänien   (Vatican Media)

Rumänien: Gebete um Geschenk der Einheit

Die Gebetswoche für die Einheit der Christen war auch in Rumänien von vielen besonderen Gebetsmomenten geprägt.

Lutheraner, Reformierte, Anglikaner, Armenier, Orthodoxe, messianische Juden sowie Anhänger der katholischen und griechisch-katholischen Kirchen Rumäniens beteten in dieser Woche gemeinsam auf Rumänisch, Ungarisch, Deutsch und Englisch um das Geschenk der Einheit. Ordensvertreter übermittelten Videobotschaften, die zum gemeinsamen Zeugnis in der Liebe, im Dienst an den Armen, Bedürftigen und Ausgegrenzten einladen.

Das Oberhaupt der rumänisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Daniel, betonte in seiner Botschaft die Notwendigkeit, der Menschheit zu Hilfe zu kommen, die heute schwere Krisen durchlebt. Die Kirche Christi müsse in ihrer Sendung die Heiligkeit der Ehe, die Solidarität in der Familie und die Geschwisterlichkeit als Gaben der barmherzigen Liebe Gottes betonen, so sein Appell.

Einladung des Papstes an die Rumänen: Geschwisterlichkeit vertiefen

Großerzbischof Lucian Mureșan, der der mit Rom unierten rumänischen griechisch-katholischen Kirche vorsteht, erinnerte an die Einladung, die Papst Franziskus bei seinem Besuch im Juni 2019 an die Rumänen gerichtet hatte: „Mögt ihr Zeugen der Freiheit und der Barmherzigkeit sein, wenn ihr die Geschwisterlichkeit und den Dialog über den Konflikt stellt und zugleich die Blutsverwandschaft vertieft, die aus der Leidenszeit stammt, als sich die im Lauf der Geschichte getrennten Christen wieder näherkamen und solidarischer verbunden fühlten.“ Der rumänische Kardinal betonte, dass wir vom Beispiel der Märtyrer „die wahre Bedeutung der Ökumene des Blutes lernen können“.

Im rumänischen Reșița hielten Vertreter der verschiedenen christlichen Konfessionen ein gemeinsames Gebet für die Einheit: eine Initiative, die Pfarrer Iosef Pál, heute römisch-katholischer Bischof von Timișoara, zur Zeit des Ceaușescu-Regimes ins Leben gerufen hatte und aus der inzwischen ein christliches Fest für die ganze Stadt geworden ist. „Dieser Moment des Gebets für die Einheit ist auch ein Moment der Geschwisterlichkeit. Wegen der Pandemie können nicht alle Konfessionen anwesend sein, aber wir tragen sie alle in unseren Herzen“, sagte Bischof Pál bei dem Gebetstreffen in Timișoara.

(vatican news – skr)
 

28 Januar 2021, 11:50