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Nach dem Attentat von Wien - EU-Flaggen auf Halbmast Nach dem Attentat von Wien - EU-Flaggen auf Halbmast  (ANSA)

Italien: Jesuitenflüchtlingsdienst verurteilt Terror weltweit

Das Attentat von Wien sei nur das jüngste Beispiel für Terror in Europa. Auch in Äthiopien und Afghanistan, Nigeria und Kamerun wurden jüngst bei Terrorattacken Unschuldige getötet, erinnert der Jesuitenflüchtlingsdienst. Das Centro Astalli betonte in einer Presseemitteilung am Dienstag, jede Religion verurteile solch schreckliche Taten.

Die Welt scheine von „einer Welle des Terrors erfasst, die Angst und Orientierungslosigkeit auslöst“, so der Direktor der von Jesuiten geführten Flüchtlingshilfstelle „Centro Astalli“ in Rom, Pater Camillo Ripamonti. Mit Blick auf die Attentate in Äthiopien, Afghanistan und jüngst auch Österreich, verurteilte Ripamonti im Namen des Centro Astalli „diese und jegliche weitere Form von Gewalt.“ Nach den tragischen Ereignissen von Frankreich, Nigeria und Kamerun scheine sich „Tod an Tod zu reihen“. Gerade in dieser Situation sei es wichtig, weiter auf Frieden zu setzen:

„Heute sind wir noch mehr als gestern gerufen, Protagonisten eines Wandels hin zu Frieden zu sein, dem einzigen Weg, die Welt zu heilen…”, so Ripamonti. Religionen seien immer Wege des Friedens und des Lebens. „Sie zu missbrauchen um Gewalt und Verbrechen zu rechtfertige,n ist zutiefst falsch und darüberhinaus schädlich und entehrt die unschuldigen Opfer des Horrors, den jegliche Religion entschieden verurteilt“, so Ripamonti.  

„Heute sind wir noch mehr als gestern gerufen, Protagonisten eines Wandels hin zu Frieden zu sein, dem einzigen Weg, die Welt zu heilen“

Institutionen und Medien sollten „ein Klima des Nachdenkens fördern, das zu einem gesellschaftlichen Wandel führt, in dem Recht und Gesetzmäßigkeit Basis einer sicheren und starken Gesellschaft sind.“

Attacken weltweit

Bei einer Terrorattacke des IS auf eine Universität in der afghanischen Hauptstadt Kabul vom Montag wurden laut Medienberichten mindestens 22 Menschen getötet und mehr als 20 verletzt. In Äthiopien verübte eine Rebellengruppe am Sonntag laut Behördenangaben eine „Massentötung“. Bei dem „brutalen Terrorangriff“ in der Oromia-Region sollen laut Agenturberichten etliche Menschen getötet, entführt und verletzt worden sein. In Nigeria sind Christen schon seit Jahren von Terrororganisationen bedroht, etwa der radikalen Gruppe „Boko Haram“. In Kamerun wurde Ende Oktober eine Privatschule überfallen; laut Medienberichten wurden dabei mindestens sechs Kinder erschossen und mehr als ein dutzend Schülerinnen und Schüler verletzt. Wer hinter dem Attentat steckte, ist nicht bekannt.

(pm/diverse – sst)

03 November 2020, 14:57