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Dorfbewohnerin in der Provinz Attapeu - Aufnahme von 2018 Dorfbewohnerin in der Provinz Attapeu - Aufnahme von 2018  (AFP or licensors)

Laos: Vier Christen wegen Teilnahme an Beerdigung in Haft

Vier Christen, die an einem christlichen Begräbnis teilgenommen haben, sitzen seit mehreren Monaten Gefängnis. Die örtlichen Beamten beschuldigen sie, Sitten und Gebräuche des Lande verletzt zu haben.

Die vier Christen wurden Anfang Juli in der Provinz Khammouane verhaftet. Die Beamten waren der Ansicht, dass die vier Männer durch ihre Teilnahme an einer christlichen Zeremonie gegen die örtlichen Bräuche verstoßen hätten.

Derweil sehen sich Ehefrauen und Kinder der inhaftierten Christen aufgrund von Einkommensverlusten großen Schwierigkeiten gegenüber. Das berichtet „The Voice of the Martyrs“, ein internationaler gemeinnütziger Verband, dessen Aufgabe es ist, die Rechte verfolgter Christen zu verteidigen.

Zwei Prozent der Bevölkerung sind Christen

Die Hälfte der Christen im kommunistischen Laos sind Katholiken. Viele von ihnen gehören ethnischen Minderheiten an, die von europäischen und amerikanischen Missionaren zum Christentum bekehrt wurden. Das geschah, noch bevor die kommunistische Guerillabewegung Pathet Lao 1975 nach dem Vietnamkrieg an die Macht kam.

Das Christentum wird von lokalen Beamten und Medien weithin als eine fremde Religion beschrieben. Die laotische Bevölkerung ist überwiegend buddhistisch oder animistisch. Christen machen etwa 2 Prozent der 7 Millionen Bürger von Laos aus.

(vatican news/ucan - mg)

27 Oktober 2020, 13:05