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Am Mittwochnachmittag nahm Patriarch Bartholomaios (Mitte) an der Friedensfeier mit Franziskus teil Am Mittwochnachmittag nahm Patriarch Bartholomaios (Mitte) an der Friedensfeier mit Franziskus teil  (ANSA)

Italien: Ehrendoktorwürde für Patriarch Bartholomaios

Eine Anerkennung durch die Päpstliche Universität Antonianum des „'Ersten unter Gleichen´ der orthodoxen Kirche“, der immer eine tiefe Gemeinschaft mit dem Papst gezeigt hat. So heißt es in der Laudatio für den Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios, dem an diesem Mittwochvormittag die Ehrendoktorwürde in Philosophie verliehen wurde.

Die Feier am Mittwoch fällt mit dem offiziellen Beginn des akademischen Jahres der Franziskaner-Uni zusammen. Die Laudatio hielt Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, der die Reden der akademischen Autoritäten, allen voran des Rektors Br. Agustín Hernández Vidales, vorausgingen. Zur Verleihung des Doktortitels an Patriarch Bartholomaios war der Generalminister des Ordens der Minderbrüder und Großkanzler des Antonianums, Br. Michael Anthony Perry, anwesend.

Die Päpstliche Universität in Rom betonte in einer Mitteilung das solide ökumenische Band zwischen Franziskus und Bartholomaios I., der in der Enzyklika „Laudato Si“ wegen seiner Sorge um die Bewahrung der Schöpfung erwähnt wird. Bartholomaios habe damit auch das Lehramt des Papstes „in herzlicher und zentraler Weise“ geprägt.

Es wurde ebenfalls daran erinnert, dass die „Kirchenvertreter der beiden Lungenflügel der christlichen Tradition“ sich oft als „Bruder“ bezeichnen und begrüßen. Unter den vielen gemeinsamen Momenten erinnerte das Antonianum an den Appell zur kirchlichen Versöhnung, der anlässlich der Reise des Papstes ins Heilige Land unterzeichnet wurde, und an das Einladungsschreiben zum Welttag der Schöpfung, das Franziskus 2015, wie er sagte, „gerade auf Anregung des Metropoliten von Pergamon, Ioannis Zizioulas, verfasst hat und das uns so die Identität des wahren Inspirators der Initiative, nämlich des Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios, intuitiv erkennen lässt“.

(vatican news - mg)

21 Oktober 2020, 10:16