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Vatican News
Besuch des französischen Präsidenten Emmanuel Macron nach einem Angriff, bei dem ein Lehrer getötet wurde. Besuch des französischen Präsidenten Emmanuel Macron nach einem Angriff, bei dem ein Lehrer getötet wurde.  (ANSA)

Frankreich: Entsetzen nach Tötung eines Lehrers

Die brutale Tötung eines Lehrers bei Paris sorgt in Frankreich für Empörung und Entsetzen. Staatspräsident Emmanuel Macron sprach von einem „eindeutig islamistischen Attentat“. Auch muslimische Vertreter bekundeten ihre Abscheu.

Der mutmaßliche Angreifer wurde nach Angaben eines Polizeisprechers kurz nach der Tat am Freitagabend von einer Polizeistreife erschossen, nachdem er sein Opfer mit einem Messer getötet haben soll. Berichten zufolge bestätigte die französische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft die Festnahme von neun Personen aus dem Umfeld des mutmaßlichen Täters.

Der Vorfall ereignete sich demnach auf einer Straße im nördlichen Pariser Vorort Conflans-Sainte-Honorine. Nach bisherigen Informationen soll der Geschichtslehrer in der Vergangenheit die dänischen Mohammed-Karikaturen im Unterricht diskutiert und gezeigt haben. Damit soll er den Zorn von Muslimen auf sich gezogen und auch Drohungen erhalten haben. Nach der Tat am Freitagabend war in einigen Berichten von einer Enthauptung des Mannes die Rede. Laut anderen Informationen wurde ihm die Kehle durchgeschnitten. Bei dem mutmaßlichen Täter soll es sich um einen 18 Jahre alten Tschetschenen handeln, der mit einem Küchenmesser bewaffnet war. Unter den Festgenommenen seien mehrere Familienmitglieder des Verdächtigen.

Frankreich wird seit Jahren von islamistischen Anschlägen erschüttert - dabei starben offiziellen Zählungen zufolge mehr als 250 Menschen.

(kap – mg)

17 Oktober 2020, 16:16