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Papst Franziskus trifft die Teilnehmer am Generalkapitel der Kapuziner, Archivbild aus dem Jahr 2018 Papst Franziskus trifft die Teilnehmer am Generalkapitel der Kapuziner, Archivbild aus dem Jahr 2018  (Vatican Media)

Deutsche Kapuzinerprovinz in Zukunft für die Niederlande zuständig

Im katholischen Männerorden der Kapuziner endet die rechtliche Eigenständigkeit seiner Mitglieder in den Niederlanden. Ab 12. November gehören sie zur deutschen Provinz. Das hat Generalminister Roberto Genuin in Rom entschieden, wie die deutsche Ordensprovinz am Donnerstag in München mitteilte. Als Grund werden Größe und Altersstruktur der niederländischen Kapuziner angegeben.

Dort lebten noch 44 Brüder, der jüngste sei 63 Jahre alt. Vor 60 Jahren waren die Niederlande mit mehr als 600 Kapuzinern eine der größten Provinzen ihres Ordens.

In Deutschland leben derzeit nach Angaben der Kapuziner 112 Brüder an elf Standorten. Die niederländischen Kapuziner erhalten der Mitteilung zufolge den Status einer Delegation mit einem vom deutschen Provinzial Christophorus Goedereis ernannten Delegaten an der Spitze. Dieser werde von Tilburg aus koordinierend tätig. Dort befinde sich das einzig noch bestehende niederländische Kapuzinerkloster.

„Es ist alles bestens geregelt und für alles gesorgt“, sagte Goedereis. „Aber am Ende muss irgendwer zuständig sein, wenn die Kräfte vor Ort immer mehr nachlassen.“ Zugleich gebe es in der Ordensleitung in Rom die Erwartung, dass aus der neuen Konstellation ein Neubeginn in den Niederlanden entstehe, wo die Geschichte der Kapuziner bis ins Jahr 1585 zurückreiche.

Die Kapuziner gehören zu den vom heiligen Franziskus von Assisi (1181-1226) inspirierten Ordensgründungen. Ihr Name leitet sich von der markanten Kapuze ihrer braunen Kutte ab. Weltweit zählt der Orden rund 10.000 Mitglieder in mehr als 100 Ländern. Als seinen Grundauftrag bezeichnet er die „Liebe zu den Menschen“. In Deutschland gab es bis 2010 zwei Provinzen.

(kna - cs)

22 Oktober 2020, 15:46