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Beirut nach den Explosionen: wie so oft sind vor allem Kinder betroffen Beirut nach den Explosionen: wie so oft sind vor allem Kinder betroffen 

Unicef: Hilfe für die Kinder Beiruts

Seit die libanesische Hauptstadt am Dienstag letzter Woche von verheerenden Explosionen verwüstet wurde, ist das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen an mehreren Fronten aktiv. Wie die Unicef-Sprecherin in Genf mitteilt, sind wie so oft auch in diesem Drama die Leidtragenden vor allem Kinder.

Bislang wurden mindestens drei Todesfälle bestätigt, 31 Kinder mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Unicef-Partnern zufolge sollen Tausende von Kindern verletzt worden sein.

Im Zentrum von Beirut wurde ein Unicef-Zelt aufgestellt, wo Kinder und ihre Erziehungsberechtigten psychologische Hilfe in Anspruch nehmen können und die Menschen mit Wasser, Nahrungsmitteln oder Hygiene-Kits versorgt werden. Bislang hätte man so mindestens 675 Kinder und ihre Familien erreicht, teilt das UN-Kinderhilfswerk mit. Diese Woche wurden drei weitere Zelte aufgestellt. Als Vorsichtsmaßnahme für die Verletzten stellt Unicef auch Tetanus-Impfstoffe zur Verfügung.

Der schlimmsten Not Herr werden

Lieferungen mit persönlicher Schutzausrüstung (PSA) sind auf dem Weg, darunter 3,5 Millionen chirurgische Masken, 17.370 N95-Masken, 2,6 Millionen Paar Handschuhe, 124.810 Schutzkittel sowie Tausende von Visieren, Anzügen, Schuhüberzügen, Kopfbedeckungen und Brillen. Wie Unicef mitteilt, würden Hafenarbeiter und Ersthelfer mit Wasser versorgt; Unicef-Partner hätten inzwischen Wasser, Hygiene-Kits, einschließlich Damenbinden, Materialien zur Infektionsprävention und Baby-Kits an Familien in Notunterkünften verteilt.

Junge Freiwillige mobilisiert

Unicef hat mehr als 300 junge Freiwillige mobilisiert, die beim Putzen, Kochen, Verteilen von Lebensmitteln und Wasser sowie bei kleinen Reparaturen in Häusern und Geschäften helfen. Sie konnten etwa 14.000 Familien erreichen. Beschädigte Gesundheitseinrichtungen, Schulen und Wasseranschlüsse müssten wieder instand gesetzt werden. Auch die finanzielle Nothilfe für die am stärksten betroffenen Familien, einschließlich der Beschäftigten im Gesundheits- und Logistikbereich, sei von größter Bedeutung, so die Bestandsaufnahme von Unicef vor Ort.

Die Spendenkampagne von Unicef-Italien

Unicef-Italien hat eine Spendenkampagne gestartet. Gespendet werden kann über die Website https://donazioni.unicef.it/landing-emergenze/emergenza-beirut.

(vaticannews –skr)
 

12 August 2020, 12:21