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Indigene sind besonders von den Auswirkungen der Corona-Virus-Pandemie betroffen Indigene sind besonders von den Auswirkungen der Corona-Virus-Pandemie betroffen  (AFP or licensors)

Brasilien: Bischofskonferenz startet Kampagne für Amazonien

„Amazonisiere Dich!“ - unter diesem Motto startet diesen Montag ein Projekt der Brasilianischen Bischofskonferenz (Cnbb) zur Unterstützung der Amazonas-Region. Die Bischöfe mahnen dringend Handeln an, es drohe eine „Zerstörung der kulturellen Identität“ der Amazonas-Völker.

Die Kampagne soll laut der Bischofskonferenz auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Amazonien berücksichtigen, „die zu einer Verschärfung der Gewalt gegen die Amazonasvölker geführt hat“. Konkret beklagt die Cnbb etwa Abholzungen und Brände sowie Auswirkungen des Bergbaus in Amazonien. „Der Aufruf, sich zu ,Amazonisieren‘ soll alle Völker gemeinsam dazu bringen, Amazonien zu verteidigen, seine Ökozonen und seine Einwohner, die auf ihrem eigenen Gebiet bedroht werden“, erklärte die Brasilianische Bischofskonferenz zum Motto der Kampagne.

„Es gibt viele Verletzungen der Menschenwürde, Vertreibungen, Folter und Mord im Kontext von Landwirtschaftsstreitigkeiten und gesellschaftlichen wie ökologischen Konflikten“

Die Bischöfe des Landes führen auch konkret aus, wo sie Probleme sehen: „Es gibt viele Verletzungen der Menschenwürde, Vertreibungen, Folter und Mord im Kontext von Landwirtschaftsstreitigkeiten und gesellschaftlichen wie ökologischen Konflikten. Die Leute sind Opfer einer gewinnorientierten Politik und wirtschaftsorientierter Enwticklungsprojekte, welche die Grenzen der Natur sowie Umweltschutz ignorieren“.

Hintergrund:

Unter Verweis auf die Ergebnisse der katholischen Bischofssynode zu Amazonien ruft die Cnbb dazu auf, Amazonien und die dortigen Probleme ins Zentrum der weltweiten Aufmerksamkeit zu rücken. Die Kampagne „Amazonisiere Dich!“ will etwa mit Videostatements von indigenen Völkern auf deren dramatische Lage hinweisen. Der Auftakt der Aktion wird ab 16 Uhr Ortszeit online gestreamt.

(vatican news/pm – sst)

27 Juli 2020, 10:13