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Corona: In Großbritannien ist die Sterblichkeitsrate bei ethnischen Minderheiten und armen Menschen auffallend hoch Corona: In Großbritannien ist die Sterblichkeitsrate bei ethnischen Minderheiten und armen Menschen auffallend hoch  (ANSA)

Corona-Statistik: Ethnische Minderheiten besonders betroffen

In Großbritannien und in den USA sterben deutlich mehr Angehörige ethnischer Minderheiten an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus als Bessergestellte. Besonders betroffen seien Schwarze und Asiaten, aber auch Roma, Sinti und Nomaden. Dies hat der britische Gesundheitsminister Matt Hancock auf einer Pressekonferenz in den vergangenen Tagen bestätigt.

Einer Umfrage des britischen Statistikamtes zufolge verläuft die Erkrankung vor allem bei Patienten mit einem bestimmten sozialen Hintergrund tödlich. Demnach liege die Sterblichkeitsrate bei Schwarzen mehr als viermal so hoch wie bei Weißen. Deutlich höhere Sterblichkeitsraten als bei Europäern wurden auch bei Personen asiatischer Herkunft festgestellt.

Die von der Regierung verbreiteten Daten werden von vor Ort tätigen katholischen Hilfsorganisationen und Priestern bestätigt. Wie Bischof Paul McAleenan, Präsident des Büros für Migrationspolitik der Bischofskonferenz von England und Wales (Cbcew), erklärt, müsse die Regierung dringend das Problem der armen und benachteiligten Regionen angehen. Die weit verbreitete Armut unter ethnischen Minderheiten setze diese nämlich einem besonders hohen Risiko aus.

Die Frage der Rassengerechtigkeit...

„Diese Gesundheitskrise stellt unsere Gesellschaft vor ernste Fragen der Rassengerechtigkeit", stellte der Bischof fest. Auch Papst Franziskus habe die Kirche aufgefordert, „Intoleranz, Diskriminierung oder Ausgrenzung zu bekämpfen, die die Würde der Menschen und ihre Grundrechte untergraben, einschließlich des Rechts auf Leben.“


(vatican news - skr)
 

08 Mai 2020, 12:12