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Pfarrer Jan Macha (1914-1942), hier mit Verwandten Pfarrer Jan Macha (1914-1942), hier mit Verwandten 

Polen: In NS-Zeit ermordeter Priester vor Seligsprechung

In Polen wird ein weiterer im Zweiten Weltkrieg von den deutschen Besatzern hingerichteter katholischer Geistlicher seliggesprochen.

Es handelt sich um Pfarrer Jan Macha (1914-1942), der am 17. Oktober in der Kathedrale im südpolnischen Kattowitz zur Ehre der Altäre erhoben werden soll. Dies teilten die Erzdiözese Kattowitz und die Polnische Bischofskonferenz mit. Geleitet wird die Feier vom Präfekten der Selig- und Heiligsprechungs-Kongregation im Vatikan, Kardinal Giovanni Angelo Becciu.


Macha schützte Familien vor deutschen Besatzern

Macha wurde im Juni 1935 zum Priester geweiht. Als Pfarrer einer Gemeinde im oberschlesischen Ruda unterstützte er polnische Familien, die unter den deutschen Besatzern litten. Die Geheime Staatspolizei Gestapo verhaftete ihn im September 1941 in Kattowitz. Ein deutsches Gericht verurteilte ihn dort im Juli 1942 zum Tode. Am 3. Dezember 1942 wurde er enthauptet.


Anerkennung als Märtyrer 2019

Papst Franziskus hatte Macha im November 2019 als Märtyrer anerkannt. Damit war die wichtigste Hürde in dem 2013 in Kattowitz eingeleiteten Seligsprechungsverfahren genommen.

Die Nationalsozialisten ermordeten im Zweiten Weltkrieg jeden vierten katholischen Priester Polens. Die katholische Kirche sprach bereits mehr als 100 von ihnen selig.

(kap/kna – pr)

21 Februar 2020, 14:10