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Italien: Bischöfe warnen vor Umweltdrama im Umland von Neapel

Die katholische Kirche in Kampanien unternimmt einen neuen Versuch, gegen die grassierende Umweltverschmutzung im Umland von Neapel vorzugehen. In einem Rundbrief an ihre Mitarbeiter rufen die Bischöfe von sechs Diözesen zu einem Studientag am 14. Januar in Teano sowie einem weiteren Großtreffen am 18. April in Acerra auf.

Die Region rund um Neapel ist wegen der anhaltenden illegalen Müllverbrennung in Italien auch als „Land der Feuer“ bekannt. „Wir können nicht schweigen: Wir stehen vor einem echten Drama, das nicht nur die Gegenwart, sondern auch die Zukunft neuer Generationen kennzeichnet“, heißt es in dem vom Bistum Teano-Calvi veröffentlichten Schreiben. Darin zeigen sich die Bischöfe von Acerra, Aversa, Capua, Caserta, Nola und Teano-Calvi auch ernüchtert über das Ergebnis ihrer langjährigen Aufklärungsbemühungen.

Das Treffen am 18. April in Acerra soll sich besonders der Frage widmen, wie die vielfach gelobte Papst-Enzyklika „Laudato si“ nicht mehr nur in intellektuellen Kreisen, sondern auch in der alltäglichen Seelsorge und Katechese besser wirksam werden könne. „Wir Bischöfe sind besorgt, dass die prophetische Dimension unsere Dienstes so sehr geschwächt ist.“

Bereits im Dezember hatte der Bischof von Acerra, Antonio Di Donna, in einem Interview mit der Vatikanzeitung „L´Osservatore Romano“ die Lage im neapolitanischen Umland scharf kritisiert: Das Land werde von Camorra und Industrie missbraucht und vergiftet. Bemühungen von Landwirten und Bauern, den an sich fruchtbaren Boden für den Anbau von Obst, Gemüse und Getreide zu nutzen, kämen nur schleppend voran.

(kap – mg)

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04. Januar 2020, 12:38