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José H. Gomez ist der neue Vorsitzende der US-Bischofskonferenz José H. Gomez ist der neue Vorsitzende der US-Bischofskonferenz 

USA: Erstmals Mexikaner an der Spitze der Bischöfe

Mit 176 Stimmen wurde der Erzbischof von Los Angeles, José Horacio Gomez, zum neuen Vorsitzenden der Bischofskonferenz der Vereinigten Staaten gewählt. Er ist der erste Latino an der Spitze der US-Bischöfe.

José Horacio Gomez tritt die Nachfolge von Kardinal Daniel Di Nardo an, dessen Vizepräsident er schon drei Jahre lang war. Gleich im ersten Wahlgang erhielt Gomez 176 Stimmen, 120 wären eigentlich genug gewesen. Er setzt sich dafür ein, die Rechte von Einwanderern zu garantieren und tritt für Flüchtlinge und Familien ein, die an der Grenze zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten von ihren Kindern getrennt werden.

Mexikaner des Opus Dei

Als Mitglied des Opus Dei gilt er als konservativ, viele schätzen jedoch seine Dialog-Fähigkeit. Gomez wurde am 26. Dezember 1951 in Monterrey, Mexiko, geboren. Er studierte Philosophie in Monterrey, anschließend Theologie an der Universität von Navarra in Spanien. Dort promovierte er 1980. Am 15. August 1978 wurde er zum Priester der Prälatur des Opus Dei geweiht und wirkte anschließend zwei Jahre in Spanien. In den 1980er Jahren unterrichtete er an einem College und einer High School in Mexiko und war zwei Jahre als Jugendleiter im Fatima-Dekanat der Diözese Monterrey tätig.

1987 zog er nach Texas, wo er 1999 Vikar der Delegation der Prälatur des Opus Dei wurde. Darüber hinaus ist er seit 1991 Mitglied der „National Association of Hispanic Priests“, deren Präsident er zwei Mal war. Bischof war er seit 2001 zuerst in Denver, Colorado, danach in San Antonio. Er nahm an zwei Bischofssynoden im Vatikan teil: 2015 über die Familie und 2018 über die Jugend.

Allen Vigneron neuer Vize

Gomez Stellvertreter ist der Erzbischof von Detroit, Allen Vigneron. Er wurde in der dritten Runde mit 151 Stimmen gewählt. Vor seiner Ernennung in Detroit im Jahr 2009 war er von 2003 bis 2009 Bischof von Oakland, Kalifornien. Der 71-Jährige setzt sich für den interreligiösen Dialog ein.

Sieben weitere Posten neu besetzt

Die Bischöfe wählten auch weitere sieben Kommissionschefs: Bischof George Murry aus Youngstown, Ohio, für das Komitee für Religionsfreiheit; Erzbischof Jerome Listecki von Milwaukee für das Komitee für kanonische Angelegenheiten und die Regierung der Kirche; Bischof David Talley von Memphis, Tennessee, für den Ausschuss für ökumenische und interreligiöse Angelegenheiten; Bischof Andrew H. Cozzens von São Paulo und Minneapolis für den Ausschuss für Evangelisierung und Katechese; Bischof David Malloy von Rockford, Illinois, für den Ausschuss für internationale Gerechtigkeit und Frieden; und Bischof James Johnston von Kansas City-St. Joseph für den Ausschuss für den Schutz von Kindern und Jugendlichen.

(vatican news – isc)

13 November 2019, 11:05