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Rettungsschiff „Alan Kurdi“ der deutschen Hilfsorganisation Sea-Eye Rettungsschiff „Alan Kurdi“ der deutschen Hilfsorganisation Sea-Eye  (ANSA)

Rettungsschiff „Alan Kurdi“ darf in Italien anlegen

Das Rettungsschiff „Alan Kurdi“ mit 88 Bootsmigranten an Bord darf in Italien anlegen. Dem Schiff der deutschen Hilfsorganisation Sea-Eye wurde der Hafen der apulischen Stadt Taranto zugewiesen, teilte das italienische Innenministerium am Freitagabend mit.

Die Migranten sollten gemäß dem Abkommen von Malta verteilt werden: Deutschland und Frankreich nehmen 60 Migranten auf, Portugal fünf und Irland zwei.

Sieben Tage lang hatte die „Alan Kurdi“ auf eine Lösung gewartet, zuletzt außerhalb der italienischen Gewässer vor Sizilien. Am Nachmittag kündigte die Crew auf Twitter an, sich aufgrund verschlechterter Wetterbedingungen in italienische Gewässer zu begeben.

Das Schiff hatte am vergangenen Samstag aus einem havarierten Schlauchboot 91 Menschen aufgenommen. Dabei war die Crew von Schnellbooten der libyschen Küstenwache bedrängt worden, deren Besatzung auch Warnschüsse abgab.

Zuletzt waren nur noch 88 geflüchtete Menschen an Bord: Am Freitagmorgen hatte bereits eine junge Frau aus gesundheitlichen Gründen das Schiff der deutschen Organisation verlassen. Am Donnerstagabend war laut Sea-Eye ein bei einem Angriff in Libyen verletzter Mann von Bord evakuiert worden. Eine schwangere Frau aus Nigeria, die den Angaben zufolge unter Blutungen litt, war bereits am Sonntag von der italienischen Küstenwache nach Lampedusa gebracht worden.

(kna – isc)

02 November 2019, 12:44