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Impfungen sollen die Ebola- sowie die Masernepidemie in der Demokratischen Republik Kongo eindämmen Impfungen sollen die Ebola- sowie die Masernepidemie in der Demokratischen Republik Kongo eindämmen  (ANSA)

Kongo: 4.500 Kinder seit Jahresbeginn an Masern gestorben

In Deutschland wird die Masern-Impfung bald Pflicht, in Österreich gehört sie zum Impfplan für Kinder. In der Demokratischen Republik Kongo ist man davon jedoch weit entfernt. Seit Anfang des Jahres sind 4.500 Kinder unter fünf Jahren an Masern gestorben, alarmierte Edouard Beigbeder, UNICEF-Vertreter in der Demokratischen Republik Kongo.

Während die Ebola-Epidemie im Kongo international große Aufmerksamkeit erregt habe, werden Masern, die mehr als doppelt so viele Todesfälle verursachten, weiterhin unterschätzt, kritisierte Beigbeder am Donnerstag in einer Aussendung.

Es gibt viele Gründe, warum Kinder nicht geimpft werden: fehlender Zugang zu medizinischer Versorgung, Impfstoffen und medizinischen Geräten; traditionelle kulturelle Überzeugungen und Gesundheitspraktiken, die sich gegen Impfungen wehren. Auch Gewaltausbrüche zwingen freiwillige Helfer dazu, ihre Arbeit einzustellen.

„Wir können Masern verhindern, wenn wir jedes einzelne Kind erreichen“

„Trotz der Herausforderungen, vor denen wir stehen, verfügen wir über die Instrumente und das Fachwissen, um Masern mit einem sicheren, wirksamen und erschwinglichen Impfstoff zu verhindern. Der Schlüssel dazu ist, jedes einzelne Kind zu erreichen, egal wo es sich befindet“, erklärte der UNICEF-Vertreter.

Impfkampagnen

UNICEF und seine Partner führen Masernimpfkampagnen in den am stärksten betroffenen Gebieten durch und versorgen Gesundheitszentren mit Medikamenten zur Symptombehandlung. „Bisher haben wir 1.317 Masern-Medikamente - mit Antibiotika, Rehydrationssalzen, Vitamin A und anderen Medikamenten - in den betroffenen Gebieten verteilt, um Kinder mit Komplikationen zu behandeln“, so Beigbeder.

Diese Maßnahmen können jedoch nur eine kurzfristige Lösung sein, betont Beigbeder. Die Demokratische Republik Kongo müsste in das nationale Impfprogramm investieren und Zugang für alle Menschen zum Gesundheitssystem schaffen, forderte er.

(unicef – isc)

28 November 2019, 13:35