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Elfenbeinküste: Missionar sieht Vorzeichen für einen Krieg

Die Präsidentschaftswahlen 2020 werfen ihre Schatten voraus. Pater Donald Zagore, Theologe der Gesellschaft der Afrikamissionen, sieht in diesem Zusammenhang sogar die Gefahr eines Krieges in Elfenbeinküste am Horizont – auch aufgrund der bevorstehenden Einrichtung einer Wahlkommission.

Als Elfenbeinküste im Jahr 2010 das letzte Mal eine sogenannte „unabhängige Wahlkommission“ einrichtete, stand das Land am Ende mit zwei Präsidenten und einer monatelangen, schweren Regierungskrise da. Mit Blick auf die Wahlkommission meint Pater Donald Zagore nun, es sei „unverantwortlich, sich keine Sorgen darüber zu machen, was passieren kann, wenn man die wichtigsten Oppositionsparteien beiseiteschiebt und eine Kultur der Illegalität, Gewalt und Kriminalität fördert“.

Er sagt: „Das Gespenst eines weiteren Krieges schwebt leider auf dieser Erde“. Er sieht Vorzeichen für einen Krieg. „Die tragische Realität ist, dass, auch wenn wir in Worten versuchen, den Frieden zu predigen, unsere Handlungen Ungerechtigkeit, Spaltung, Ausgrenzung, Autokratie und alles, was einen Krieg ankündigt, offenbaren.“

Im Oktober 2020 sind die Bürger des westafrikanischen Staates für die Wahl ihres Präsidenten an die Urnen gerufen. 

(fides – tg)

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07. Oktober 2019, 12:06