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Ein Protest in Tel Aviv Ein Protest in Tel Aviv  (AFP or licensors)

Philippinischen Kindern droht Ausweisung aus Israel

Die israelischen Behörden haben schon mehrfach Frauen aus Philippinen zurückgeschickt, nachdem sie ein Kind bekommen haben. Ein Vorgehen, das die katholische Kirche beunruhigt.

In Israel sind Einwanderer philippinischer Herkunft offenbar unerwünscht. In den letzten Monaten hat Tel Aviv aufgehört, Frauen mit Kind einen Rechtsstatus zu gewähren, was diese zur Rückkehr in ihr Herkunftsland zwingt.

Eine Situation, die die katholische Kirche im Land beunruhigt. „Das sind Frauen, die hierher gekommen sind, weil die israelische Gesellschaft sie braucht. Die meisten von ihnen erfüllen unter schwierigen Bedingungen lebenswichtige Aufgaben: Alten- und Krankenpflege, Hausarbeit und Reinigung, mit langen und anstrengenden Arbeitszeiten.“ Das steht in einer Erklärung, mit der der Verband von Katholiken im Heiligen Land auf das Schicksal der Migrantinnen (die in der Regel katholisch sind) aufmerksam macht.

Integrierte Einwanderer

Die ersten philippinischen Gastarbeiter kamen Anfang der 90er Jahre nach Israel. Damals fehlte es Israel an Arbeitskräften. Israel zwang die Einwanderer jedoch, keine Familie zu gründen. „Diese Kinder wurden hier geboren, sie gehen zur israelischen Schule, sprechen, lernen und spielen auf Hebräisch, sie lieben den Staat Israel und sehen ihn als ihren Platz zum Leben“, heißt es in der Katholiken-Erklärung.

Verbundenheit mit Israel

Nach Ansicht von Pater Rafic Nahra, lateinischer Patriarchalvikar für die Migrantenseelsorge, stellen diese Kinder kein Problem für die israelische Gesellschaft dar. Die meisten von ihnen wollten zum Beispiel ihren Militärdienst leisten. Ihre Zahl wird im übrigen auf nur 1.500 geschätzt.

(vaticannews - cr)

10 August 2019, 11:55