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Viele vietnamesische Katholiken sind arm - einen Neubau der Kathedrale können sie kaum unterstützen Viele vietnamesische Katholiken sind arm - einen Neubau der Kathedrale können sie kaum unterstützen  (ANSA)

Vietnam: Ist die Kathedrale noch zu retten?

Architekten und Gläubige kämpfen für den Erhalt einer historischen Kathedrale in Nordvietnam. Das 134 Jahre alte Gotteshaus in Bui Chu ist in schlechtem Zustand, der Beschluss, es abzureißen und neuzubauen, stand bereits fest. Nun erging die Bitte an das Bistum, die berühmte Kirche zu erhalten – auch wenn sie zu klein ist.

Bischof Thomas Vu Dinh Hieu glaubt, die Bui-Chu-Kathedrale sei eine Gefahr für die Kirchgänger. Das tropische Klima und die jährlichen Stürme hätten Wände und Decken stark angegriffen. In einem Brief an die Gläubigen seiner Diözese bat er daher um Spenden für einen Neubau.

Architekten der Universität in Ho Chi Minh City untersuchten daraufhin Ende April das historisierende Gebäude. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass die Kathedrale nur geringe Schäden aufweise und renoviert werden könne. Die Kathedrale sei ein einzigartiges architektonisches und künstlerisches Erbe, das es zu schützen gelte.

Denkmalschutz soll genau untersuchen

Die Architekten baten unter anderem Premierminister Nguyen Xuan Phuc sowie den Kulturminister, den Abriss der Kathedrale zu verschieben und eine umfassende Bewertung durch den nationalen Denkmalschutzrat abzuwarten.

Zeitungsberichten zufolge müsste eine neue Kathedrale jedoch größer als die bisherige geplant werden, um den Bedürfnissen der Diözese gerecht zu werden. Zehntausende Gläubige nehmen in Bui Chu an großen kirchlichen Festen teil. Die alte Kathedrale beherbergt außerdem die Reliquien zahlreicher vietnamesischer Märtyrer.
(ucanews – ck)

 

 

03 Mai 2019, 11:07