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Auf Wahlkampagne: Rajnath Singh, der gegen christliche Missionsarbeit ist Auf Wahlkampagne: Rajnath Singh, der gegen christliche Missionsarbeit ist  (ANSA)

Indien: Christen kämpfen für Religionsfreiheit

Christliche Verantwortungsträger und Organisationen verurteilen indische Gesetze zum Religionswechsel. Sie seien verfassungswidrig, erklären sie. Die Hindus fürchteten, ihre Mitglieder an die klare Minderheit der Christen zu verlieren.

Am 14. Dezember 2018 stellte das Landesgericht des indischen Bundesstaats Rajasthan neue Regeln für den Wechsel der Religion auf. Wer konvertieren will, muss dies dem Distrikt melden. Die Behörde macht die Information eine Woche lang öffentlich. Erst danach ist der Übertritt möglich.

Petition vertagt

Solche Regelungen verletzen die Religionsfreiheit, die Gleichheit vor dem Gesetz und die persönlichen Freiheit aller Bürger, widerspricht also der indischen Verfassung, finden christliche Verantwortungsträger des Landes. Mit einer Petition wenden sie sich an das Oberste Gericht, das die Anhörung nun jedoch auf später vertagte – mit der Begründung, die Regierung brauche mehr Zeit für ihre Antwort.

Christen als Rivalen

Bundesweite gesetzliche Einschränkungen zur religiösen Konvertierung gibt es in Indien nicht, doch finden sie in mindestens acht der 29 indischen Staaten Anwendung. Viele Christen sind sich sicher, dass sie von Hindus ausgehen, die einen Übertritt ihrer Leute zum Christentum befürchten. Erst im Januar sprach sich Indiens Innenminister Rajnath Singh öffentlich gegen christliche Missionsarbeit aus.

Neben 80 Prozent Hindus und 14 Prozent Muslimen stellen die 2,3 Prozent der Christen in Indien eine Minderheit dar.

(uca – ap)

 

09 April 2019, 13:36