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Turm der Geburtskirche in Bethlehem Turm der Geburtskirche in Bethlehem  (© Vatican News)

Palästina: Krise an der Universität Bethlehem

Das palästinensische Bildungsministerium droht damit, das laufende Semester nicht anzuerkennen, da die Mindeststundenzahl für die Studierenden seit Beginn des Semesters am 18. Januar bisher nicht erreicht wurde. Die Studenten bleiben den Hörsälen fern, da sich Verwaltungsbehörden und Studentenvertreter nicht über die Studiengebühren einigen konnten.

Am 6. Februar hatte Bruder Peter Bray, Rektor der Universität, die unbefristete Aussetzung der Universitätskurse des Frühjahrssemesters wegen wiederholter Unterrichtsunterbrechungen durch die Mitglieder des Studentensenats angekündigt. Die Studentenvertreter hatten die Verhandlungen über die Erhöhung der Gebühren als nicht abgeschlossen angesehen.

Gestiegene Betriebskosten der Universität hatten bereits 2016 zu einer Erhöhung der Semestergebühren geführt. Die Universität Bethlehem trägt mehr als die Hälfte der Kosten für Kurse mit Geld aus externen Quellen. In einem kürzlich von den Universitätsbehörden veröffentlichten Schreiben hieß es zudem, dass die Katholische Universität jährlich 1,3 Millionen Dollar von der Palästinensischen Autonomiebehörde erhalten solle, was jedoch nicht geschehe.

USA: Drastische Kürzungen

Im Januar 2018 hatten die USA mehr als die Hälfte eines Hilfspaketes von 125 Millionen Dollar eingefroren, das für das Hilfswerk der Vereinten Nationen für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) reserviert war. Weitere Kürzungen erfolgten im August: Die USA reduzierten 200 Millionen Dollar an Hilfe für die Palästinensische Autonomiebehörde, die insbesondere für Regierung, Gesundheit, Bildung und Finanzen für die Zivilgesellschaft bestimmt waren.

(fides – ck)

 

21 Februar 2019, 11:32