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Vatikan/Peru: Papst nimmt Rücktritt von Kardinal Cipriani an

Papst Franziskus hat den Rücktritt von Kardinal Juan Luis Cipriani Thorne als Erzbischof von Lima in Peru angenommen. Cipriani ist 75 Jahre alt. Zum Nachfolger an der Spitze des Erzbistums ernannte Franziskus den 68-jährigen Priester und Theologieprofessor Carlos Castillo Mattasoglio.

Cipriani gehört dem Opus Dei an und leitete das peruanische Hauptstadt-Erzbistum seit 1999. International bekannt wurde er als 1997 durch seine Vermittlung zwischen der peruanischen Regierung und Guerilleros bei der Besetzung der japanischen Botschaftsresidenz in Lima. Die 126 Tage dauernde Besetzung endete mit der Erstürmung des Gebäudes und der Erschießung aller Kämpfer.

Im August 2018 prüfte die peruanische Staatsanwaltschaft offenbar Vorermittlungen gegen Cipriani und drei weitere Personen. Peruanische Medien berichteten damals von einem Anfangsverdacht versuchter Vertuschung in einem Missbrauchsfall um den Gründer der konservativen geistlichen Gemeinschaft „Sodalitium Christianae Vitae". Der Laie Luis Fernando Figari rief die Gemeinschaft 1971 als Gegenbewegung zur Theologie der Befreiung ins Leben.

Anfangsverdacht versuchter Vertuschung

Vor einem Jahr hatte Papst Franziskus bei seinem Rückflug von Peru nach Rom über den Fall „Sodalicio“ gesprochen. Bei einer Untersuchung seien „noch viel schwerere Fälle" ans Licht gekommen, „ich glaube, die Situation entwickelt sich nachteilig für den Gründer“, sagte der Papst damals. Figari selbst weist die Vorwürfe zurück. Er wurde von einem römischen Kirchengericht verurteilt und lebt inzwischen allein und unter Betreuung in Rom.

(vatican news/kna – gs)

25 Januar 2019, 14:05