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Südafrikaner protestieren Ende November in Pretoria vor der tansanischen Vertretung gegen die Festnahme von zwei Homosexuellen in Tansania Südafrikaner protestieren Ende November in Pretoria vor der tansanischen Vertretung gegen die Festnahme von zwei Homosexuellen in Tansania  (AFP or licensors)

Tansania: Dann lieber gar keine Hilfe…

Der Erzbischof von Dar es-Salaam warnt vor Entwicklungshilfe aus westlichen Ländern, die an gesellschaftspolitische Bedingungen geknüpft ist. Bei einer Messfeier in der Hauptstadt mahnte Kardinal Polycarp Pengo vor allem die Regierung von Tansania.

Sie solle Hilfe zurückweisen, wenn diese mit der Bedingung einhergehe, dass das Land seine restriktive Haltung gegenüber Homosexuellen ändern solle. „Es ist besser, zu verhungern, als Hilfe zu empfangen und dafür Dinge zu tun, die Gottes Wünschen widersprechen“, so der Kardinal.

„Eine Sünde“, die „überhaupt nicht akzeptiert werden“ sollte

Pengo nannte Homosexualität „eine Sünde“, die „überhaupt nicht akzeptiert werden“ sollte. Die Bibel lehre, dass Homosexualität „zur Zerstörung von Sodom und Gomorra geführt“ habe. Der Kardinal wörtlich: „Wir können nicht Dinge akzeptieren, die Gott ein Greuel sind.“ Homosexualität zu akzeptieren komme einer „Verneinung Gottes“ gleich.

Tansanias Innenminister Kangi Lugola hatte sich kürzlich ähnlich ablehnend gegen Homosexualität geäußert. In afrikanischen Gesellschaften treffen Homosexuelle meist auf wenig Akzeptanz, stellenweise sind sie sogar richtiggehender Verfolgung ausgesetzt.

(amecea – sk)
 

06 Dezember 2018, 14:22