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Basilika von Lisieux: Mosaik Basilika von Lisieux: Mosaik   (AFP or licensors)

Frankreich: Bischöfe der Normandie wenden sich gegen jede Gewalt

Die sieben Bischöfe der nördlichsten Diözesen des Landes, zu denen auch Lisieux und Rouen gehören, fordern in vier Punkten mehr Dialog und Absage an Konsum.

Eine Absage an Gewalt und eine Aufforderung zum Dialog, genauso wie die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Ökologie und eine Rückbesinnung auf die spirituellen Energien: all das findet sich in einer Aussendung der nordfranzösischen Bischöfe vom Freitag. Ohne die aktuellen Konflikte im Land beim Namen zu nennen, gehen die Bischöfe bei ihren Überlegungen von der scheinheiligen Frage der Pharisäer, ob man Steuern zahlen müsse, aus. Jesus hatte darauf mit der Aussage geantwortet: „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist“. In dem Bewusstsein, dass sich hinter dieser vordergründigen Frage „viele andere verbergen“, laden die Bischöfe zu einer tieferführende Reflexion ein und rufen zunächst dazu auf, jegliche Gewalt zu stoppen. Gewalt habe viele Gesichter: Neben physischer und psychischer Gewalt gebe es auch subtilere Formen wie beispielsweise Ungerechtigkeit, Verachtung oder Unwissenheit. Diese Verkettung gelte es durch Dialog zu stoppen, statt noch Öl ins Feuer zu gießen. Teilnahme von Christen und allen Menschen guten Willens an Debatten in der Gesellschaft auf allen Ebenen ist die zweite Forderung der Hirten.

Absage an zwanghaften Konsum

Mit Blick auf die Enzyklika Laudato si‘ von Papst Franziskus sehen die Bischöfe die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Ökologie und des Solidaritätswandels. Beides finde sich nicht im zwanghaft gewordenen Konsum, bekräftigen die Kirchenoberen. Im vierten Punkt verweisen sie auf die wahren erneuerbaren Energien: Herz und Vernunft des Menschen sowie der Reichtum des Zusammenlebens. Es sei auch eine politische Aufgabe zu erkennen, was wirklich glücklich mache: Kinder, Jugendliche, Kranke, Sterbende zu betreuen und zu lieben.

Das Fazit der Bischöfe: „Steuern“ zu zahlen werde nie ausreichen, wenn Gott nicht das ihm Zustehende erwiesen werde. Wenn Christen zu Gott „Unser Vater" sagten, dürften sie niemanden ausschließen. 

(vatican news – ck)

 

10 Dezember 2018, 10:38