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Karawane Richtung USA Karawane Richtung USA  (AFP or licensors)

Mexiko: Migranten kommen an der US-Grenze an

Hunderte Migranten haben ihren Marsch durch Mexiko Richtung Norden fortgesetzt. Ziel der Migranten ist die US-amerikanische Grenze. Jedoch erwirkte Präsident Donald Trump bereits, dass Migranten, die die Grenze illegal überschreiten, kein Anrecht auf Asyl haben.

Trumps Verordnung nach müssen die Migranten an den Grenzübergängen zu den USA vorstellig werden, um Asyl beantragen zu können. Diese Verordnung soll ab Samstag in Kraft treten. Desweiteren werden am Donnerstag weitere Vorschriften veröffentlicht, die die Anzahl der Anträge auf Asyl begrenzen sollen.

„Es spielt keine Rolle, welche Regeln die Regierung (von Trump) vorschreibt. Wir können nicht in unsere Länder zurückkehren. Ich habe eine Kugel in meinem Arm und eine weitere in meiner Schulter. Wenn ich nach Hause gehe, wäre es besser für mich, einen Sarg mitzunehmen", so ein Geflüchteter aus Honduras.

Die Karawane, die hauptsächlich aus Honduranern besteht, startete am Samstag wieder Richtung Norden. Nachdem die Karawane bereits in den Städten Tepotzotlan, Queretaro und Mexiko-Stadt Halt machte, sind einige der Migranten am Montag in der Grenzstadt Tijuana eingetroffen. Andere werden später in der Woche in Reynosa und in anderen Grenzstädten erwartet.

Oscar Misael Hernandez, Forscher am Colegio de la Frontera Norte, äußerte scharfe Kritik an der Einwanderungspolitik der USA. So säßen die Migranten im Norden Mexikos fest, wo Menschenhändler lauern würden. Zudem sei die mexikanische Regierung nicht in der Lage, den Migranten zu helfen.

Trump machte seine strickte Einwanderungspolitik zu einer der Hauptthemen vor den Midterm-Wahlen. Er versprach, Truppen an den Grenzen stationieren zu wollen, um Migrantenkarawanen aufzuhalten, die in den Vereinigten Staaten Asyl suchen und sich dabei auf die Situation in ihren Herkunftsländer berufen.

(reuters - hs)

12 November 2018, 15:19