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Zeigt sich zuversichtlich, was ein Zustandekommen der Verhandlungen für den Jemen angeht: US-Verteidigungsminister Mattis Zeigt sich zuversichtlich, was ein Zustandekommen der Verhandlungen für den Jemen angeht: US-Verteidigungsminister Mattis  (AFP or licensors)

Jemen: Friedensgespräche für Anfang Dezember geplant

Der nächste Versuch zu Friedensgesprächen für den Jemen soll Anfang Dezember in Schweden gestartet werden. Das gab der amerikanische Verteidigungsminister Jim Mattis bekannt.

Mattis zeigte sich zuversichtlich, dass die Gespräche bereits Anfang Dezember in Schwedens Hauptstadt Stockholm zustande kommen könnten. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate seien „vollständig an Bord“, so der US-Verteidigungsminister am Mittwoch. Er rechne damit, dass sowohl Vertreter der Houthi-Rebellen als auch der von den Vereinten Nationen anerkannten jemenitische Regierung an den Gesprächen teilnehmen werden.

Wie der Sondergesandte der Vereinten Nationen für den Jemen, Martin Griffiths, vor dem Sicherheitsrat betont hatte, hätten die beiden offiziellen Kriegsparteien ihre „feste Absicht“ bekundet, an den Friedensgesprächen teilzunehmen. Griffiths war am Mittwoch in der von Rebellen kontrollierten Hauptstadt Sanaa, um über deren Teilnahme an den Verhandlungen zu beraten. Bereits im September hatte es in Genf einen Versuch gegeben, die Gegner an einen Tisch zu bekommen, doch die Delegation der Rebellen war nicht zu den Gesprächen angereist.

Konflikt tobt seit drei Jahren

Der blutige Konflikt, der seit drei Jahren zwischen den von Saudi-Arabien unterstützten Regierungskräften und (pro-iranischen) Houthi-Rebellen tobt, nimmt immer dramatischere Ausmaße an: Offiziellen Schätzungen zufolge sind bis heute mehr als 10.000 Menschen gestorben und mindestens 55.000 verletzt worden. Hilfsorganisationen sprechen allerdings von bis zu 50.000 Todesfällen zwischen Januar 2016 und Ende Juli 2018. Dabei handele es sich jedoch nur um Kämpfer vor Ort, nicht um die sogenannten „indirekten“ (zivilen) Opfer von Unterernährung oder Cholera.

Nach Schätzungen von „Save the Children“ sind seit Beginn des Konflikts mindestens 85.000 Kinder unter fünf Jahren an einem Mangel an Nahrungsmitteln und Trinkwasser gestorben. Im vergangenen Monat warnten UN-Experten, dass akut mindestens 14 Millionen Menschen vom Hungertod bedroht seien.

(vatican news/asianews - cs)

22 November 2018, 11:22