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Eine Barrikade in Masaya Eine Barrikade in Masaya  (AFP or licensors)

Nicaragua: Bischöfe hoffen auf ein Einknicken Ortegas

Trotz der neuerlichen Gewalt von Sicherheitskräften gegen Demonstranten setzen die katholischen Bischöfe auf eine Fortsetzung des nationalen Dialogs, den sie mit angeschoben haben. An diesem Montag sollte die Runde wieder zusammentreten.

In einem Statement fordern die Bischöfe Präsident Daniel Ortega auf, sich auf vorgezogene Neuwahlen zu verpflichten. Sie würden dann schon 2019 und nicht erst 2021 stattfinden. Damit würde der bisher unnachgiebige Präsident, der sich heftigen Straßenprotesten entgegensieht, einer Hauptforderung der Demonstranten entgegenkommen.

Papst lässt sich über Lage im Land informieren

 

Kardinal Leopoldo Brenes nannte Ortegas Reaktion auf die Forderung nach Neuwahlen „entscheidend“. Die Neuwahlen ließen sich mit der Verfassung vereinbaren, Ortega selbst habe sie einmal bei einer anderen Gelegenheit ins Gespräch gebracht.

Der Papst lässt sich nach Angaben des Kardinals stetig über die schwere innenpolitische Krise in Nicaragua informieren. Bei einem Angelusgebet hatte Franziskus unlängst eindringlich zu einem Ende der Gewalt und der Aufnahme ernster Gespräche in Nicaragua aufgerufen.

(efe – sk)
 

25 Juni 2018, 15:11