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Proteste am Mittwoch in der Stadt Las Maderas Proteste am Mittwoch in der Stadt Las Maderas  (AFP or licensors)

Nicaragua: Krisengipfel in Managua

Die Mitglieder der Bischofskonferenz wollen sich an diesem Donnerstag mit Präsident Daniel Ortega treffen. Dabei wollen sie herausfinden, „ob es sinnvoll ist, weiterzumachen“ mit den Bemühungen um einen nationalen Dialog. Dieser Dialog, der über die Gründe der derzeitigen Massenproteste in Nicaragua geführt werden soll, ist bisher an Ortega gescheitert.

Beim Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen Demonstranten sind seit Mitte April mindestens 127 Menschen ums Leben gekommen; mehr als tausend Menschen wurden verletzt. Mitte Mai hatten die Bischöfe einen runden Tisch zwischen Regierung und Opposition zustande gebracht.

Zuerst ging's um das Thema Rente

 

Doch am 23. Mai wurde der Dialog dann ausgesetzt, weil die Regierung sich weigerte, über das Thema „Demokratisierung“ zu reden. Viele Oppositionelle verbinden mit diesem Begriff einen Verzicht Ortegas auf das Präsidentenamt.

Auslöser der Massenproteste waren Reformpläne bei Renten und Sozialleistungen. Mittlerweile geht es bei den Demonstrationen auch um die Themen Machtmissbrauch, außergerichtliche Hinrichtungen und Korruption.

(efe – sk)
 

07 Juni 2018, 11:46