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Die Regenbogenfahne als Symbol der LGBT-Bewegung Die Regenbogenfahne als Symbol der LGBT-Bewegung  (AFP or licensors)

Mauritius: Kirche „bedauert“ Protest gegen Homosexuellen-Demo

Die katholische Kirche auf Mauritius hat die Blockade einer Homosexuellen-Demonstration durch eine Gruppe von Muslimen verurteilt.

Ungeachtet der eigenen moralische Ansichten zum Thema Homosexualität sei die Kirchenleitung vom Vorgehen der Muslime abgestoßen, heißt es in einer öffentlichen Erklärung des Bischofs von Port Louis, Kardinal Maurice Piat.

Auf der Website der Erzdiözese Port Louis äußerte Kardinal Piat seine Empörung darüber, wie die LGBT-Parade verhindert wurde: „In einem Rechtsstaat hat jeder die Pflicht, die Rechte anderer zu respektieren, auch wenn er nicht den gleichen Standpunkt vertritt wie sie.“

Kardinal: Nicht von wenigen auf alle schließen

 

Er wies ferner darauf hin, dass eine kleine Gruppe von Demonstrierenden nicht alle Muslime auf Mauritius repräsentiere. „Wir haben viele Freunde unter unseren muslimischen Brüdern und Schwestern“, betonte Kardinal Piat.

Mauritius setze auf Männer und Frauen guten Willens aus allen Gemeinschaften, um den sozialen Frieden, „unseren Schatz für alle“, zu erhalten, so der Kardinal weiter.

Gegen die Gegen-Demonstranten wird ermittelt

 

Für das vergangene Wochenende war eine Pro-Schwulen-Demonstration mit etwa 200 Menschen angekündigt und polizeilich genehmigt worden. Der Protestzug musste dann aber aus Sicherheitsgründen abgesagt werden: Eine Gruppe von Muslimen hatte mit homosexuellenfeindlichen Transparenten eine Gegen-Demo initiiert.

Der Premierminister von Mauritius, Pravind Jugnauth, verurteilte das Verhalten der muslimischen Protestierer als „illegal“. Er kündigte eine behördliche Untersuchung an.

(pm/cat.ch – ms)

07 Juni 2018, 13:48