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Santa Catarina, Brasilien - Aufnahme vom 3. April Santa Catarina, Brasilien - Aufnahme vom 3. April  (AFP or licensors)

Brasilien: Der große Durst

Brasilien geht Jahr um Jahr ein großer Teil seines Trinkwassers verloren. 2016 seien 38 Prozent des Wassers verschwendet worden, so eine Studie des Instituts „Trata Brasil“ vom Donnerstag.

Schuld seien ein überaltertes Leitungssystem, fehlerhafte Wasserzähler sowie illegales Abzapfen. Obwohl Brasilien über die weltweit größten Trinkwasserreserven verfügt, herrscht in vielen Landesteilen wegen Regenmangels Dürre. In den vergangenen Jahren hat die Wasserverschwendung laut der Studie zugenommen.

Verluste von 2,5 Milliarden Euro im Jahr

 

Die jährlichen Verluste der Wasserversorger werden auf umgerechnet rund 2,5 Milliarden Euro geschätzt. Das entspricht etwa den jährlichen Investitionen der öffentlichen Hand in die Verbesserung des Leitungsnetzes.

Selbst wenn Brasilien seine Investitionen in den Sektor massiv aufstockte, könnte man erst in 15 Jahren auf das Niveau westlicher Industrienationen kommen, so die Studie. Dort liegt der Wasserverlust bei etwa 15 Prozent, in Dänemark sogar bei nur rund 7 Prozent. Insgesamt schneidet Lateinamerika im internationalen Vergleich schlecht ab.

(kna – sk)
 

08 Juni 2018, 13:50