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Pizzaballa bei der Feier der Heiligen Eucharistie Pizzaballa bei der Feier der Heiligen Eucharistie  (ANSA)

Israel: Pizzaballa ruft zu Gebet auf

Der Apostolische Administrator des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem, Pierbattista Pizzaballa, hat die Gewalt in Israel scharf verurteilt. Mehr als 35.000 Menschen sollen entlang des Grenzzaunes gegen die Eröffnung der neuen US-Botschaft in der Heiligen Stadt demonstriert haben.

Es sei ein Teufelskreis der Gewalt, in dem zum wiederholten Mal viele junge Menschen getötet worden seien und Hunderte Familien ihre toten und verletzten Angehörigen beweinen würden, so der Erzbischof in einer Stellungnahme, die die Nachrichtenagentur Sir verbreitet hat. Wieder einmal sehe man sich durch die Umstände gezwungen, heißt es dort, nach Gerechtigkeit und Frieden zu schreien. „Diese Verurteilungen“, so der Erzbischof resigniert, „wiederholen sich mittlerweile und ähneln sich dabei jedes Mal.“


Ein Tag des Gebets und Fastens für den Frieden von Jerusalem 


Pizzaballa rief die gesamte christliche Gemeinschaft der Diözese zu Gebet um Frieden für die Bewohner, für Jerusalem und für alle Opfer dieses Konfliktes auf. Am kommenden Samstag solle eine gemeinsame Gebetsvigil stattfinden, doch auch in den einzelnen Kirchen solle in Vorbereitung auf das Pfingsfest ein Tag des Fastens und Gebetes abgehalten werden. 

Ursache des erneuten Gewaltausbruchs ist die Verlegung der amerikanischen Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem. Schon im Vorfeld der Eröffnung am Montag eskalierten die Auseinandersetzungen. Das Gesundheitsministerium der Region des Gazastreifens hatte von mehr als 50 Toten und 2.000 Verletzten berichtet. Trump selbst war bei der Eröffnung nicht vor Ort; sein Beschluss hatte besonders unter Palästinensern für Entsetzen gesorgt: Sie beanspruchen den 1967 von Israel besetzten und 13 Jahre später annektierten Ostteil Jerusalems als Hauptstadt des von ihnen gewünschten eigenen Staates im Sinne einer Zweistaaten-Lösung.

(vatican news/sir - ck)

15 Mai 2018, 15:24