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Frauen in Indien protestieren gegen Vergewaltigungen (Symbolbild) Frauen in Indien protestieren gegen Vergewaltigungen (Symbolbild)  (ANSA)

Pakistan: Christin erliegt Verbrennungen

Asma Yaqoob, eine 25-jährige Christin, starb am 22. April 2018 in Lahore im Nordosten Pakistans, nachdem sie mit Benzin übergossen und verbrannt worden war. Ihr Angreifer ist ein Muslim, der sich rächen wollte, weil er von der jungen Frau zurückgewiesen wurde.

Yaqoob arbeitete seit zwei Jahren als Kosmetikerin. Ihr Bruder Nabeel hatte sich mit Rizwan Gujjar, einem 30-jährigen Muslim, angefreundet. Während der letzten Monate kam Rizwan regelmäßig, um Familie Yaqoob zu besuchen. Vor einigen Monaten hatte er Asma einen Heiratsantrag gemacht und sie gebeten, zum Islam zu konvertieren. Asma lehnte beides ab.

Daraufhin übergoss der abgewiesene Brautwerber die junge Frau mit Benzin und zündete sie an. 90 Prozent ihrer Haut verbrannten, im Krankenhaus kämpften die Ärzte knapp zwei Wochen um das Leben des Opfers. Am 22. April erlag Asma ihren Verbrennungen. Der Täter wurde am selben Tag verhaftet.

Kein seltenes Verbrechen

 

„Die Aggression gegen diese junge Frau ist die fünfte ihrer Art in den letzten Monaten gegen Angehörige einer Minderheit in Pakistan“, sagte Aila Gill von der Kommission für Gerechtigkeit und Frieden der Bischöfe des Landes. Sie fordert die Regierung auf, die Rechte von Nicht-Muslimen zu stärken und die wachsende Intoleranz zu bekämpfen. Solche Verbrechen aus „Ehre“ sind in Pakistan nicht unüblich. Sie beinhalten oft Säureattacken, die darauf abzielen, Frauen für den Rest ihres Lebens zu entstellen.

(cath.ch – jg)
 

25 April 2018, 13:12