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Vatican News
Der letzte Weltjugendtag fand 2016 in Krakau statt Der letzte Weltjugendtag fand 2016 in Krakau statt  (Ossevatore Romano)

Kardinal Duka: Katholischer Weltjugendtag 2022 nicht in Europa

Der Prager Erzbischof erläutert der Bischofskonferenz die vatikanische Ablehnung der tschechischen Bewerbung für das Großereignis. Demnach hätten bereits viele kirchliche Veranstaltungen in der Vergangenheit in Europa stattgefunden, sodass Papst Franziskus nun ein Treffen in einer anderen Region vorzieht.

Der internationale katholische Weltjugendtag im Jahr 2022 wird auf Wunsch von Papst Franziskus wohl eher nicht in Europa, und damit auch nicht in Prag stattfinden. Das hat der Vorsitzende der Tschechischen Bischofskonferenz, Kardinal Dominik Duka, erklärt. Der Prager Erzbischof überbrachte nach der Vollversammlung der tschechischen Bischöfe in dieser Woche in Nitra die Nachricht von der vatikanischen Ablehnung der Bewerbung der tschechischen Hauptstadt für das kirchliche Großereignis.

Die Entscheidung der zuständigen vatikanischen Kurienbehörde beruhe demnach auf der Feststellung des Papstes, wonach etliche der wichtigsten Kirchentreffen in jüngster Zeit in Europa stattgefunden haben. Franziskus sei daher „zur Überzeugung gelangt“ so Duka, dass das übernächste Weltjugendtreffen in einer anderen Region stattfinden soll. Kardinal Duka dankte allen, die die Initiative für Prag unterstützt und ihre Mitarbeit angeboten hätten.

2019 wird das in der Regel alle drei Jahre stattfindenden katholische Großjugendtreffen in Panama ausgerichtet. Von den acht internationalen Weltjugendtagen seit 1997 fanden fünf in Europa – zuletzt 2016 im polnischen Krakau – und je eines in Südamerika, Nordamerika und Australien statt. Die Veranstalter-Bewerbungsfrist für 2022 schließt erst Ende 2018.

Die Tschechische Bischofskonferenz hatte eine Kandidatur für das weltkirchliche Großereignis angemeldet, da eine Untersuchung der Londoner Saint Mary’s University Twickenham und des Institut Catholique Paris herausfanden, dass die Tschechische Republik mit 91 Prozent zu jenen Ländern Europas mit dem höchsten Anteil von Jugendlichen gehöre, die keiner Glaubensgemeinschaft angehören. Andererseits ist unter den jugendlichen Katholiken der Anteil derer, die wöchentlich eine Messe besuchen mit 24 Prozent ungewöhnlich hoch.

(kap – nv)

13 April 2018, 14:26