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Lastwagen mit sauberem Trinkwasser in Kenia Lastwagen mit sauberem Trinkwasser in Kenia  (AFP or licensors)

Weltwassertag: Schmutzwasser Schuld an hoher Kindersterblichkeit

Die Kinderrechtsorganisation Save the Children verkündet zum Weltwassertag, dass die größte Ursache für Kindersterblichkeit Krankheiten sind, die durch verschmutztes Wasser übertragen werden. Wie auch das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF betont, seien es rund 700 Kinder pro Tag, die den vermeidbaren Krankheiten zum Opfer fallen.

Krankheiten, die durch dreckiges Wasser übertragen werden, sind zum Beispiel Cholera, Ruhr, Typhus, Kinderlähmung oder Diarrhö. Nach Daten von UNICEF haben auch heute noch etwa 2,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser, mindestens 263 Millionen müssen mehr als 30 Minuten zurücklegen, um Wasser zu holen. Daniela Fatarella, Vize-Direktorin von Save the Children, schlägt Alarm: „Schon heute beschaffen sich 159 Millionen Menschen ihr Wasser aus Seen, Pfützen oder Flüssen – 2025 wird die Hälfte der Bevölkerung in Gebieten leben, wo das Wasser Mangelware ist.“ Mit größter Anstrengung müsse man dafür sorgen, Kindern und Jugendlichen den Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen. „Es darf nicht sein, dass jedes Jahr so viele Kinder an Krankheiten sterben, die leicht vermieden werden könnten.“

Das verschmutzte Wasser sei nicht das einzige Problem. Oft werde viel zu wenig Rücksicht auf hygienische Bedingungen genommen. Da das Wasser ohnehin knapp sei, würde man auf so simple Vorgänge wie das Händewaschen eher verzichten. Dieser Vorgang könne allerdings die Ansteckungsgefahr für Diarrhö um 53 Prozent verringern. „So entsteht ein Teufelskreis, in den besonders die empfindlichsten Geschöpfe, die Kinder, hineingeraten.“

 

Dürre verschärft Situation

 

Als letzten Faktor weist die Kinderrechtsorganisation auf die Dürre hin, die die Situation zusätzlich verschärft. In Ost-Afrika hat die Dürre, zusammen mit den politischen Konflikten in der Region, zur schlimmsten Hungersnot der vergangenen Jahre geführt. Besonders stark getroffen sind Äthiopien, Somalia und Kenia.
Dürre und emotionaler Stress führten außerdem häufig dazu, dass Familien getrennt und Minderjährige ausgebeutet würden oder Jugendliche frühzeitig die Schule verlassen.

Der Weltwassertag findet seit 1993 jährlich am 22. März statt. Er dient dazu, auf die Bedeutung von Wasser als überlebenswichtige Ressource aufmerksam zu machen. Der Weltwassertag 2018 steht unter dem Motto „Naturbasierte Lösungen für Wasser“.


(pm – jg)
 

21 März 2018, 11:12