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Der Papst empfing vor ein paar Tagen die Bischöfe aus Vietnam Der Papst empfing vor ein paar Tagen die Bischöfe aus Vietnam  (Vatican Media)

Erzbischof aus Vietnam stirbt in Rom

Der Erzbischof von Ho-Chi-Minh-Stadt, Paul Bui Van Doc, ist in Rom bei seinem Besuch zum Lagebericht aus den vietnamesischen Diözesen überraschend gestorben.

Der 73-Jährige erlitt am Dienstag in der Papstbasilika Sankt Paul vor den Mauern während einer Messe mit anderen vietnamesischen Bischöfen eine Herzattacke, wie der Pressedienst Asianews am Mittwoch meldet. Wenig später starb er in einer römischen Klinik. Die Bischöfe des Landes hielten sich zum sogenannten Ad-limina-Besuch für turnusmäßige Berichte beim Papst in Rom auf.

Bui, geboren am 11. September 1944 in Da Lat, war von 2013 bis 2016 Vorsitzender der Vietnamesischen Bischofskonferenz. Seit 1999 Bischof, wurde er von Papst Franziskus 2013 zum Koadjutor-Erzbischof von Ho-Chi-Minh-Stadt ernannt und folgte 2014 Kardinal Pham Minh Man als dritter Oberhirte des 1960 gegründeten Erzbistums nach. Die Erzdiözese Ho-Chi-Minh-Stadt zählt nach Vatikanangaben rund 690.000 Katholiken unter 7,8 Millionen Einwohnern.

Vietnam zählt zu den wenigen Ländern, zu denen der Vatikan keine offiziellen diplomatischen Beziehungen unterhält. Nach dem Ende des Vietnamkriegs hatten die kommunistischen Machthaber die Kontakte 1975 abgebrochen. Inzwischen gibt es Bemühungen um eine Annäherung.

(kap – sk)
 

07 März 2018, 11:15