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Im November 2016 traf der jüngst verstorbene Stephen Hawking Papst Franziskus Im November 2016 traf der jüngst verstorbene Stephen Hawking Papst Franziskus  (AFP or licensors)

Großbritannien: Hawking wird im Westminster Abbey beigesetzt

Der weltberühmte Physiker Steven Hawking wird in der Londoner anglikanischen Westminster Abbey in unmittelbarer Nachbarschaft der Gräber der bahnbrechenden Wissenschaftler Sir Isaac Newton und Charles Darwin beigesetzt. Der Dekan bezeichnet dies als passende Hommage.

Nach Ostern soll die Asche von Stephen Hawking in der Westminster Abbey beigesetzt werden. In einer Erklärung, die am Dienstag von der Abtei veröffentlicht wurde, sagte der Dekan von Westminster, John Hall, dass das Ehrengrab eine „passende Hommage“ an den britischen Wissenschaftler sei, der vergangen Mittwoch im Alter von 76 Jahren verstorben ist. Er glaube, so der Dekan Hall in einer Erklärung, dass es von entscheidender Bedeutung sei, dass Wissenschaft und Religion zusammenarbeiteten, um die großen Fragen des Geheimnisses des Lebens und des Universums zu beantworten.

Eine private Einsegnungsfeier findet am Karsamstag in der Universitätskirche von Cambridge statt. Die Feier wird der Familie zufolge so gestaltet sein, dass sie sowohl Gläubigen als auch nicht-religiösen Menschen gerecht wird. Hawking selbst war Atheist und hat nie an ein Leben nach dem Tod geglaubt. Die Westminster Abbey kündigte an, dass es in den Wochen nach Ostern in der Abtei eine Dankfeier für den Verstorbenen geben werde.

Stephen Hawking und Papst Franziskus waren Ende November 2016 zusammengetroffen. Den Glauben an ein Leben nach dem Tod nannte Hawking allerdings 2011 „ein Märchen für Leute, die Angst vor dem Dunkeln haben“. Das menschliche Gehirn sei wie ein Computer, der aufhöre zu funktionieren, wenn seine Komponenten kaputtgehen, gab sich der Experte für theoretische Physik in einem Zeitungsinterview überzeugt.

Hawkings Gotteskritik hinderte allerdings den Vatikan nicht, ihn 1986 in die Päpstliche Akademie der Wissenschaften aufzunehmen. Als er gemeinsam mit den Akademiemitgliedern von Franziskus empfangen wurde, segnete ihn der Papst - und dankte ihm für sein „stetiges Engagement“ für die Akademie.

Stephen Hawking galt für viele als größter Wissenschaftler seiner Generation. Er gewann eine weltweite Anhängerschar für seine brillante Arbeit auf dem Gebiet der Theoretischen Physik. 

Zusammen mit seinem Kollegen Roger Penrose vereinigte Hawking Einsteins Relativitätstheorie mit der Quantentheorie, um darauf hinzuweisen, dass Raum und Zeit mit dem Urknall beginnen und in Schwarzen Löchern enden würden. Darüber hinaus veröffentlichte der an den Rollstuhl gefesselte Physiker populärwissenschaftliche Bücher, die es den Lesern erlaubten, mit ihm die Geheimnisse des Universums zu erforschen. Hawkin litt an ALS (Amyotrophe Lateralsklerose), einer neurodegenerativen Krankheit. Seit einem Luftröhrenschnitt 1985 konnte er nicht mehr sprechen. Über einen Sprachcomputer war es ihm seither möglich zu kommunizieren.

(kap – nv)

21 März 2018, 14:30